29.04.2016, 14:51 Uhr

VS Mutters erlebte Artenschutzprojekt Waldrappteam

Auch Schülerin Daria Kelderer zeigte sich vom Probeflug mit Pilot Johannes Fritz begeistert. (Foto: Waldrappteam)

Hautnahes Erleben eines der größten europäischen Artenschutzprojekte mit Sitz in Mutters!

Die SchülerInnen der vierten Klasse der Volksschule Mutters durften vieles über eines der größten europäischen Artenschutzprojekte, das seinen Sitz in Mutters hat, hautnah erleben. Das „Waldrappteam“ unter der Leitung des Biologen Johannes Fritz engagiert sich seit 2002 für die Erhaltung des Waldrapps, einer der bedrohtesten Vogelarten der Erde. Seit 2014 wird diese ehemals heimische Zugvogelarte im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten LIFE+ Projektes „Reason for Hope“wieder in Europa angesiedelt.

Menschengeleitete Migration


Bekannt geworden ist das Projekt insbesondere durch die sogenannte menschengeleitete Migration. Projektleiter Johannes Fritz: „Waldrappe sind Zugvögel. Wenn wir die jungen Küken aus den Zookolonien holen, müssen wir ihnen den Weg vom Brutgebiet nördlich der Alpen bis in das Wintergebiet in der Toskana zeigen. Deshalb trainieren wir sie darauf, einem Fluggerät zu folgen, um ihnen dann über die Alpen und quer durch Italien vorauszufliegen.“

Probeflug

Vor kurzem hatten die Schüler die Gelegenheit, einen „Probeflug“ mit dem Fluggerät zu unternehmen, allerdings ohne Tragfläche. Johannes Fritz, der selbst einer der beiden Piloten des Projektes ist, fuhr mit den Kindern einige Runden auf dem ehemaligen Fußballplatz in Mutters – sehr zur Begeisterung der Kinder.
Anhand dieses Projektes kann den Kindern der Natur- und Artenschutzes anschaulich und eindrücklich vermittelt werden. „Unsere Waldrappe vermittelt aber auch noch eine andere, sehr aktuelle Botschaft,“ so J Fritz. „Nur das gemeinsame Bemühen der Europäischen Gemeinschaft und der betreffenden Mitgliedsstaaten gibt Grund zu Hoffnung für diese Ibisart, gemäß dem Titel des Projektes. Der Waldrapp fliegt als Zugvogel von Bayern via Tirol über den Brenner nach Italien und weiter bis in die Toskana. Diese Freiheit über alle Grenzen hinweg sichert das Überlegen der Waldrappe.“
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