10.06.2016, 13:19 Uhr

Schwimmen mit Musik: Ein Fall für Jana Petris

Jana Petris in ihrem Element: Sie ist Österreichs einzige Synchronschwimmerin in der Masters-Kategorie! (Foto: Petr Tůma)

Einzige Masters-Synchronschwimmerin Österreichs feierte ein tolles Comeback und plant den Aufbau der Sparte Synchronschwimmen in Tirol!

Jana Petris ist vor allem der sportbegeisterten Tiroler Bevölkerung bekannt. Vielleicht nicht auf Anhieb unter diesem Nachnamen – sie stand allerdings im Jahr 2005 im BEZIRKSBLÄTTER-Triathlon-Team, das in Zürich den Ironman in Angriff genommen hat. Jana Klosterhuber absolvierte den Härtetest in der Schweiz so wie alle anderen Teammitglieder mit Bravour – und sorgte auch in der Fachpresse für Schlagzeilen. Auf der Zielgerade, wo sich etliche TeilnehmerInnen mit Müh und Not über die Finish-Line schleppten, begeisterte Jana mit einigen Überschlägen und stellte solcherart beste Fitness nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen unter Beweis. Dieses Spektakel wurde bei der Siegerehrung schließlich unter die Top-Ten der besten Zieleinläufe gereiht.
Bereits am frühen Morgen war Jana in ihrem Element. Die gebürtige Tschechin war in ihrer Jugend eine erfolgreiche Synchronschwimmerin. Im Wasser befand sie sich also im wahrsten Sinn des Wortes in ihrem Element und legte dort auch den Grundstein für das weitere erfolgreiche Abschneiden.

Comeback bei den Masters

20 Jahre nach dem Karriereende in dieser Sportart hat Jana Petris wieder mit dem Synchronschwimmen begonnen. Sie startet für die Schwimmunion citynet Hall, ist damit Österreichs einzige Synchronschwimmerin bei den Masters und knüpfte auf Anhieb an ehemalige Erfolge an: "Ich habe es einfach wieder versucht und bei den tschechischen Staatsmeisterschaften mit internationaler Beteiligung teilgenommen. Meine Zielsetzung war, nicht unterzugehen – dann habe ich aber in der Kategorie 30 bis 39 Jahre den Bewerb gewonnen."
Die Bestätigung für diese Spitzenleistung erfolgte wenig später: Jana Petris nahm bei den LEN European Aquatics Championships Masters in London teil und klassierte sich in ihrer Kategorie auf dem hervorragenden fünften Platz!

Neue Pläne

Diese Erfolge machen Lust auf mehr, so die Athletin: „Ich würde das Synchronschwimmen in Tirol gerne bekannter machen und junge Talente fördern. Ein erster Schritt erfolgt im Herbst, wenn bei der SU citynet Hall ein Nachwuchssynchronschwimmen für Mädchen von 6 bis 10 Jahren startet. Leider gibt es in ganz Westösterreich kein Becken mit der erforderlichen Wassertiefe – wir brauchen mindestens 2,5 Meter. Mein großer Wunsch und meine Vision für die Zukunft wäre daher, dass bei der Planung der neuen Schwimmhalle in Innsbruck, die hoffentlich bald im Entstehen ist, auch ein Becken mit der entsprechenden Tiefe gebaut wird.“
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