20.06.2016, 09:54 Uhr

Galerie Halgand: Der Naschmarkt dient als Inspiration

Nathalie Halgand fühlt sich mit ihrer Galerie im 6. Bezirk sehr wohl. (Foto: Julian Mullan)

Von ihren Räumlichkeiten hat Galeristin Nathalie Halgand einen wundervollen Blick auf den Naschmarkt.

WIEDEN/MARIAHILF. Seit dem Vorjahr gibt es die Galerie Nathalie Halgand in der Stiegengasse 2. Ganz der Adresse entsprechend führt der Weg dorthin über zwei Stiegen hinauf in den Mezzanin des Wohnhauses, wo sich die Ausstellungsfläche befindet.

"Man hat mir erzählt, dass es hier in diesen Räumlichkeiten schon früher eine Galerie gegeben hat. Das kann ich mir gut vorstellen, weil auch ich mich hier sofort wohlgefühlt habe", sagt Halgand. Besonders hat es ihr der Ausblick über den Naschmarkt angetan. An Samstagen eröffnet sich der Blick von oben auf das Treiben am Flohmarkt und gibt besondere Einblicke in das Leben Wiens und seiner Menschen. "Ich habe in der Umgebung meine kleinen Boutiquen und Läden. Die Gegend muss man einfach mögen."

Malerei und Skulpturen

In der Galerie Halgand wird zeitgenössische Kunst heimischer und internationaler Künstler ausgestellt. "Man muss die Märkte für junge Künstler erst schaffen, was nicht so einfach ist. Es kostet sehr viel Aufwand, die Künstler für längere Zeit zu begleiten, weil man doch sehr nah mit den Künstlern arbeitet und sich mit ihnen beschäftigt", sagt Halgand.

Das Angebot an jungen Künstlern ist in Österreich sehr groß, darum ist der Galeristin ein Abschluss einer anerkannten Kunstschule sehr wichtig, weil nur so eine gewisse Qualität vorausgesetzt werden kann. Das gilt auch für die Ausstellerseite, Halgand hat Kunstgeschichte und Business Management studiert. "Es steckt viel Arbeit in einer Galerie. Man muss sich international positionieren und viel auf Kunstmessen unterwegs sein. London, New York oder auch Los Angeles – dort sind derzeit die Kunstmetropolen. Aber es ist natürlich eine sehr schöne Arbeit."

Inspiration Grätzel

"Wenn es um Kunst geht, dann ist man im Bezirk wirklich in bester Gesellschaft", so Halgand. Die Akademie der bildenden Künste bietet den Studenten im 6. Bezirk Raum für die Präsentationen der eigenen Kunstwerke. Auch dort kann man sich Inspirationen holen und die neusten Kreationen der Jungen betrachten, in welche Richtung sich die Kunst entwickelt.

Aktuell zeigt Halgand die Ausstellung "Der Raum" von Simon Mullan, dessen vorherrschendes Thema Textilien und gerade Linien sind. Als Material dient auch der Stoff von Bomberjacken, die zerschnitten und neu zu Bildern zusammengesetzt werden. Alle ein bis zwei Monate wechseln die Ausstellungen in der Galerie. Schon jetzt kann man sich auf Yorgos Stamkopoulos’ "Soul Remains" Ende Juni freuen. Mehr Informationen zur Galerie Nathalie Halgand gibt es online auf www.galeriehalgand.com
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