07.10.2016, 10:55 Uhr

Mayerhofgasse: Neue Bäume im Frühjahr

Barbara Neuroth, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin und Vorsitzende des Wiedner Umweltausschusses, von den Grünen Wieden setzt sich für die Ersatzpflanzungen in der Mayerhofgasse ein. (Foto: Grüne 4)

Anrainer warten seit Monaten auf Nachpflanzungen von gefällten Bäumen im Bezirk. Die bz hat bei Barbara Neuroth, der Vorsitzenden des Wiedner Umweltausschusses, nachgefragt, wann mit den Ersatzpflanzungen zu rechnen ist.

WIEDEN. Seit einem Jahr steht die Baumscheibe vor der Wiedner Hauptstraße 66 leer. Der Baum, der 2015 an dieser Stelle gefällt wurde, ist ebenso wenig nachgepflanzt worden, wie die drei im Frühjahr gefällten Bäume in der Mayerhofgasse an den Ecken Wiedner Hauptstraße, Schlüsselgasse und Favoritenstraße.

"Ich habe diese Orte im Auge und lasse auch nicht locker, dass das Baumschutzgesetz eingehalten wird", so Barbara Neuroth, Vorsitzende des Wiedner Umweltausschusses, zur bz. Laut dem Wiener Baumschutzgesetz muss jeder Baum, der gefällt wird, ersetzt werden, im öffentlichen wie im privaten Raum. "Wir brauchen jeden Baum im Bezirk, deshalb sind Ausgleichszahlungen und Ersatzpflanzungen in einem anderen Bezirk für mich nicht akzeptabel", stellt Neuroth klar. "Ich bemühe mich, dass jeder umgeschnittene Baum im Bezirk und wenn möglich in der selben Straße ersetzt wird."

Neuer Baum muss innerhalb eines Jahres gepflanzt werden

Ein Jahr hat die zuständige Magistratsabteilung 42/Stadtgärten Zeit, einen Ersatzbaum nach der Fällung zu pflanzen. Dies geschieht automatisch, ein Antrag aus dem Bezirk ist nicht erforderlich. Ein Mitspracherecht haben die Bezirkspolitiker aber doch: "Wenn eine Nachpflanzung wieder nicht wächst, da der Ort nicht gut ist, suchen wir eine bessere Stelle in der Nähe. So eine Rochade wird nun in der Wiedner Hauptstraße durchgeführt", erklärt Neuroth. "Der Baum vor der Hausnummer 66 ist nicht gewachsen, wir werden den Ersatzbaum bei der Haunummer 52 in einer kleinen Grünfläche pflanzen."

Salzstreuungen, unterirdische Einbauten oder große Bäume, die den kleinen Nachpflanzungen nicht genügend Licht lassen, können Gründe für eine örtliche Verschiebung der Neupflanzung sein. "Oft befinden sich noch die alten Wurzeln des gefällten Baumes an der Stelle. Daher macht es durchaus Sinn, wenn man etwas vom ursprünglichen Platz abrückt," so Neuroth, die als Termin für die Ersatzpflanzungen in der Wiedner Hauptstraße und der Mayerhofgasse Frühjahr 2017 nennt.
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Edith S. aus Wieden | 08.10.2016 | 22:44   Melden
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