11.05.2016, 15:29 Uhr

Neuer ÖVP-Chef in Wieden: "Rot-Grün: Lasst die linken Experimente auf Kosten der Bürger!"

Seit Anfang Mai ist Johannes Pasquali der neue Bezirksparteiobmann der ÖVP Wieden. Er folgt auf Philipp Meisel. (Foto: ÖVP)

Outdoor-Fitnessgeräte, Lanelights und Grätzelbefragungen - der neue ÖVP-Bezirksparteiobmann Johannes Pasquali hat konkrete Pläne für die Wieden.

Sie sind als neuer Bezirksparteiobmann natürlich ein gebürtiger Wiedner?
JOHANNES PASQUALI:
Ich bin im 4. Bezirk aufgewachsen und habe 25 Jahre hier gelebt. Obwohl ich jetzt im 3. Bezirk wohne, ist die Wieden immer noch mein Heimatbezirk.

Sie sind seit Monatsanfang in Ihrer neuen Funktion - welche Pläne und Ideen bringen Sie mit?
Grundsätzlich wollen wir eine klare Opposition zu Rot-Grün bilden. Auf der einen Seite wollen wir kontrollieren, auf der anderen mit eigenen Ideen und Initiativen zeigen, wie wir es besser machen würden.

Braucht Rot-Grün im Bezirk denn eine Kontrolle?
Ich glaube schon, dass es ein sachlich bezogenes und vernünftiges Korrektiv zu Rot-Grün braucht. Die FPÖ hat ihre klassischen Themen und macht nicht wahnsinnig viel Bezirkspolitik und die Neos sind abgemeldet im Vierten - die nehmen kaum an Sitzungen teil, bzw. bringen sich gar nicht ein. Also eine Chance für uns, oppositionelle Themen einzubringen.

Um welche Themen handelt es sich konkret?
Wir sehen uns bei jeder Bezirksvertretersitzung mit der rot-grünen Nein-Sager-Front konfrontiert - egal um was es geht. Wir haben etwa einen Antrag gestellt, den Teich vor der Karlskirche öfter reinigen zu lassen. Der Vorschlag wurde abgelehnt mit der Begründung, der Teich ist eh sauber genug. Wir bekommen allerdings andere Rückmeldungen von Bezirksbewohnern.

Werden wirklich alle Vorschläge abgelehnt?
Ja, wir wollten Lanelights im Bezirk als zusätzliches Sicherheitssystem anbringen lassen. Das sind im Boden eingelassene Warnleuchten, die bei Annäherung eines Fahrzeuges ein Lichtsignal abgeben. Im 17. Bezirk sind diese Lanelights bereits erfolgreich im Einsatz. Unser Antrag wurde geprüft und von Rot-Grün abgelehnt mit der Begründung, man kann dadurch die rechtliche Situation an Kreuzungen nicht ändern. Hier geht es aber um ein Sicherheitsplus und nicht um rechtliche Fragen.

Klingt nicht so, als ob die Zusammenarbeit mit der roten Bezirksvorstehung gut funktionieren würde.
Es gibt keine wirklich enge Zusammenarbeit. Ich respektiere Bezirksvorsteher Leo Plasch sehr und persönlich mögen wir uns und haben ein gutes, offenes Verhältnis, aber mandatsmäßig hat Rot-Schwarz ohnehin keine Mehrheit im Bezirk. Alles fokussiert sich auf Rot-Grün, sonst kommt keine Mehrheit zustande.

Was ist mit den Neos im Bezirk?
Die kenne ich kaum. Die Neos haben groß versprochen, dass alles neu gemacht wird und sie werden eine neue Art von Politik machen - ist diese neue Art, zu Sitzungen kaum zu erscheinen und Null eigene Anträge zu stellen?

Gibt es auch angenommene ÖVP-Anträge?
Wir setzen uns beispielsweise sehr für den Erhalt des Denkmalschutzes ein. In der letzten Bezirksvertretersitzung haben wir den Antrag gestellt, die ganze Phorusgasse zur Schutzzone zu erklären. Das wurde angenommen und wird derzeit von den zuständigen Stellen bearbeitet.

Haben Sie auch Initiativen für Kinder und Jugendliche geplant?
Ja, uns ist die Anschaffung von Outdoor-Fitnessgeräten auf Kinderspielplätzen sehr wichtig. Da bleiben wir auch dran und stellen bei der nächsten Sitzung am 23. Juni wieder einen Antrag.

Haben Sie als neuer Bezirksparteiobmann auch ein neues Team?
Wir haben an sich ein Team aus erfahrenen und neuen Leuten - wir sind sehr gut aufgestellt. Alle sind voller Herzblut und Tatendrang!

Was macht den Charme des Bezirks aus?
Der Vierte hat von allem etwas. Von historischem Charme über Grünflächen bis hin zu einer sehr guten Verkehrsanbindung.

Haben Sie einen Lieblingsplatz?
Ich mag besonders die kleinen Gassen mit ihren historischen Häusern. Aber wenn ich mich jetzt entscheiden muss: Am Elisabethplatz fühle ich mich wohl. Hier war ich in der Volksschule und habe daher einen besonderen Bezug mit vielen Erinnerungen an den Platz.

Was sind Ihre Wünsche für die Wieden?
Ich appelliere an Rot-Grün: Lasst die linken Experimente auf Kosten der Bürger! Das sind Selbstverwirklichungen von einzelnen Personen. Man sollte den Mut haben, die Bürger öfter direkt zu befragen und mit Grätzelbefragungen einzubeziehen.

Zur Person:

Johannes Pasquali ist seit Mai 2016 Bezirksparteiobmann der ÖVP Wieden. Er ist im 4. Bezirk aufgewachsen, studierte Geschichte und Politikwissenschaft und arbeitet im Finanzministerium. Pasquali ist verheiratet und dreifacher Familienvater.

www.oevp-wien.at/wieden/team/bezirkspartei
www.facebook.com/Johannes-Pasquali-ÖVP-246293918852194/
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.