13.06.2016, 17:24 Uhr

Street-Festival in Mariahilf: Pink Community fordert Gleichstellung und Öffnung der Ehe !

30 Prozent der LGBT´S in Wien wurden im Vorjahr laut einer Umfrage wegen ihrer Sexualität diskriminiert. Ein eindeutiges Zeichen, dass trotz vieler Initiativen Toleranz und liberales Denken noch lange nicht bei allen angekommen sind. Sogar in der urbanen Großstadt.

Insofern ist jede Aktion begrüßenswert, die Grenzen und Vorurteile abbauen kann. Bereits zum 6. Mal findet das Street Festival „Andersrum ist nicht verkehrt“ in Mariahilf statt. Dieses ist gleichzeitig auch der Auftakt für die Pride Week, deren Höhepunkt die alljährliche Regenbogenparade darstellt. Die Abschlusskundgebung findet 2016 wegen des Euro-Public Viewings am Rathausplatz ausnahmsweise im Votivpark statt.

Beim Straßenfest in der Otto Bauer-Gasse boten nicht nur die einschlägigen Vereine rund um Hosi, Aids Hilfe Wien oder Club Kreativ Rat und Information, sondern es durfte auch gefeiert werden. Mit DJ-Lines, Schlager-Trash von Chris Bertl, Alternative Pop der Matt Leon Band oder als besonderes Highlight 2 Darsteller aus dem Musical „Ich war noch niemals in New York“, die zwei Udo Jürgens-Klassiker („Ein ehrenwertes Haus“, „Griechischer Wein“) auf der Show-Bühne präsentierten.

Im Mittelpunkt derartiger Festivitäten stehen natürlich auch die politischen Forderungen der „Pink Community“. Die Öffnung der Ehe für Homosexuelle in Österreich sei längst fällig, so Bezirksvorsteher Markus Rumelhart. Verhindert werde dies vor allem durch die konservative Familienpolitik der ÖVP.

Und Fakt ist: In zahlreichen europäischen Ländern wie Spanien, Belgien, Frankreich, Großbritannien oder zuletzt dem erzkatholischen Irland wurde bereits die „Ehe für alle“ legalisiert. In Österreich haben Homosexuelle die Möglichkeit, eine eingetragene Partnerschaft einzugehen. Hier bestehen allerdings noch zahlreiche Unterschiede und Diskriminierungen zur traditionellen Ehe zwischen Mann und Frau. Ein erster Ansatzpunkt, den gordischen Knoten zu lösen. Als ultima ratio stellt sich allerdings ohnehin die Frage: Wem schadet die Gleichstellung aller Lebensgemeinschaften eigentlich ?
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