Parkpickerl: Warum es uns auf 180 bringt
Die Ausweitung der Zone erhitzt die Gemüter. Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer erklärt, wieso.
Am 1. Oktober soll das Parkpickerl ausgeweitet werden. Der Widerstand ist enorm. Warum?
CORNELIA EHMAYER: „Dieses Problem kennt man aus dem Umweltbereich, Experten nennen es „die Allmende-Klemme“: Für den Einzelnen ist der Nutzen des Autofahrens sehr hoch, für die Gruppe entsteht aber großer Schaden.“
Inwiefern ist das für das Parkpickerl relevant?
„Da man nach der Ausweitung für den Parkplatz bezahlen muss, erlebt man das unmittelbar als Nachteil. Über den Nutzen für die Gruppe – Stichworte Feinstaubreduktion, weniger ruhender Verkehr – wird kaum nachgedacht.“
Wie beurteilen Sie die Rolle der Politik in der Debatte?
„Die eigentliche Aufgabe der Politiker wäre es, den Schaden für die Gemeinschaft zu minimieren, selbst wenn man gegen den allgemeinen Trend entscheiden muss.“
Wieso wird sie so emotional geführt?
„Autos befriedigen das Bedürfnis nach Komfort und – vor allem bei Männern – nach Freiheit. Deshalb ist die emotionale Bindung sehr hoch.“
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Meistgelesene Beiträge des Autors
Vom Kraftwerk bis zum Lainzer-Tiergarten: Das sind die pikantesten Orte für den Straßenstrich.
2.387 Sexarbeiterinnen gehen in Wien ihrer Arbeit nach, 150 davon auf der Straße. Das neue Prostitutionsgesetz regelt, wo sie ihre Geschäfte anbahnen dürfen – mit eigenwilligen Empfehlungen aus dem Rathaus.
Hier darf man:
Die bz hat die skurrilsten Sex-Orte in Wien recherchiert:
1. Lainzer Tiergarten: Das 2.450 Hektar...
Cornelius Türk eröffnet seinen ersten Feinkostladen - (wen). Nach zehn Jahren in der Finanzbranche verwirklichte Cornelius Türk seinen Traum vom eigenen Gourmetgeschäft. Der Ex-Investmentbanker sattelte um und eröffnete kürzlich ein Delikatessen-Geschäft in der Schulerstraße. Vom Stephansplatz in den Gourmethimmel ist es nicht weit, weshalb sich Dompfarrer Toni Faber nicht lange bitten ließ, vorbeizukommen, um das Geschäft,...
Günstig einkaufen und gleichzeitig etwas Gutes tun: Das ist jetzt seit Kurzem im neuen Vinzi-Shop möglich - Pfarrer Wolfgang Pucher hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, jenen Menschen zu helfen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Mit dem Second-Hand-Store auf der Ottakringerstraße wurde in Wien nun die bereits vierte Einrichtung der steirischen Sozial-Organisation eröffnet.
(mr). „Bald können wir die...
Ähnliche Beiträge
Ein Öffi-Jobticket wünscht sich Maria Vassilakou vom Bund; eine 100-Euro-Jahreskarte vom Christkind. Die grüne Vizebürgermeisterin im Interview mit der bz-Wiener Bezirkszeitung. - Sie fordern derzeit den Bund ordentlich heraus – und zwar mit der Mietobergrenze von sieben Euro und dem Öffi-Jobticket. Wollen Sie ins Parlament?
MARIA VASSILAKOU: „Nein, mich wird man in Wien nicht so schnell los (lacht).“
Das Jobticket ist...
Parkpickerl, Olympia, Privatisierungsschutz von kommunalen Betrieben und Öko-Strom: Alle Fakten zur Wiener Volksbefragung 2013
1.146.703 Wiener dürfen von 7. bis 9. März abstimmen. 540 Stunden dauerte die Vorbereitung fürs Versenden der Stimmzettel, 45.000 Kilogramm schwer sind diese insgesamt.
Kosten von 6,9 Mio. Euro
13 Lkw brachten die Ware auf 190 Paletten zur Post, die 40 zusätzliche Briefkästen für die...
Auch mich, und tausende andere bringt es auf 180, weil mit dem Parkpickerl kein einziger neuer Parkplatz geschaffen wird. Noch dazu werden Parkplätze im grossen Stil von unserer lieben Rotgrünen Stadtregierung (wo scheinbar nur die Grünen etwas zu sagen haben. Klar, dafür bekommt Rot ja wichtige Stimmen für Mehrheiten bei div. Gesetzesänderungen und auch ESM) vernichtet, für wichtige Ohrwaschln, Gehsteige und Radlwege. Da die Pkw durch ein PPi aber auch nicht weniger werden, wird sich die Parkplatzsuche verlängern, daher die Frage: Wo erkennen Sie durch das Parkpickerl eine Feinstaubverminderung?
Ich nehme an, die "Einzelnen" sind die Autofahrer und die "Gruppe" sind die Autolosen? ......Komfort - vor allem bei Männern- nach Freiheit? Was für ein Unsinn. Aber vielleicht auch nicht ganz so falsch, da sicher Männer in der Mehrheit sind beim "in die Arbeit fahren". Aber natürlich können Männer ja auch mit dem Rad, oder der oft völlig überfüllten Bahn in die Arbeit fahren. Dafür, dass sie dann das Auto zu Hause stehen lassen, zahlen sie halt Parkgebühr.