U1-Ausbau bringt die Geschäftsleute auf der Favoritenstraße an den Rand des Ruins!
Zwischen Klausenburger und Inzersdorfer Straße finden im Zuge der U1-Verlängerung Brunnenbohrungen statt. Die Geschäftsleute in dem Bereich sind von den Bauarbeiten besonders betroffen.Auf der einen Seite schließt ein zwei Meter hoher Zaun den eineinhalb Meter breiten Gehsteig ab. Gegenüber fährt die Straßenbahn gleich neben dem Trottoir. Der tägliche, andauernde Lärm und die Staub-Belastung zehren an den Nerven von Anrainern, Geschäftsleuten und den wenigen Kunden, die sich hierher verirren.
"Hier wird Existenzvernichtung betrieben", ärgert sich Michael Heinisch. Zwei Jahrzehnte hat er die Trafik auf der Favoritenstraße 168 aufgebaut. Mit den U1-Arbeiten hat er nun 70 Prozent Umsatzrückgang. Im Juli hat er nicht einmal die Fixkosten eingenommen.
Auf Unterstützung wartet der Trafikant seit zwei Monaten vergeblich. "Wenn wir nicht bald Hilfe bekommen, dann müssen wir zusperren." Eine Aussage, die man von allen Nahversorgern in diesem Bereich der Favoritenstraße hört.






Und wenn die Leute künftig unterirdisch fahren, bekommen sie die Geschäfte gar nicht mehr zu Gesicht, steigen spontan aus und schaun mal schnell rein. Wenn ich im Schlauch unten bin, hab ich wenig Gründe auf gut Glück auszusteigen, mich an die Erdoberfläche zu kämpfen und zu schauen, was es da alles so gibt.