Beim Simmeringer Platz gaukelt ein roter Mehrzweckstreifen Radlern Sicherheit vor.
Der Streit um die Bodenmarkierungen in der Hasenleitengasse nimmt kein Ende. Eine Sperrfläche ließ den Autofahrern und Bussen zu wenig Platz (die bz berichtete). Nach Protesten wurde nun ein roter Mehrzweckstreifen aufgemalt.Nun meldeten sich bz-Leser, die diese Fläche befahren haben: Polizisten hätten sie deswegen verwarnt. Verwirrung macht sich breit in Simmering.
Chefinspektor Hubert Grameth klärt auf: Der Mehrzweckstreifen darf nur dann befahren werden, wen der eigene Fahrstreifen nicht breit genug ist. Dies ist für durchschnittliche Pkw am Simmeringer Platz nicht der Fall.
Allerdings räumt Grameth ein: eine Überladung von Markierungen sei an dieser Stelle gegeben. Die jetzige Situation sei allerdings nach Vorgabe des Radfahrkoordinators entstanden.
VP-Bezirksrat Leo Prochazka möchte die Situation nicht hinnehmen. "Mit der neuen 'Bemalung' wird man nun quasi in die Falle gelockt", ärgert er sich. Er fordert, dass die überflüssigen Bodenmarkierungen entfernt werden.





Das Meisterstück des Radfahrkoordinators als Einstiegsgeschenk an die Simmeringer. Die Verantwortlichen, die diesen monolithischen Unfug geplant, zugelassen und umgesetzt haben, sollten sich schon einmal fragen, was sie sämtlichen Verkehrsteilnehmern antun. Verwirrung stiften? Abzocken? Oder Experimente auf Kosten aller durchführen?
Eines sollte allen Beteiligten klar sein: sie haben Verantwortung für alle Verkehrsteilnehmer und nicht nur für die Freibeuter der Strasse. Genauso aber sollte es den Wählern klar sein, dass auch sie Verantwortung haben: solche Stümper in Zukunft zu verhindern. Wer bitte beschützt die Wiener in Zukunft vor solch einer Verwaltung und Stadtregierung? Richtig, der Wähler und die ÖVP-Simmering, die ein waches Auge auf solche Entgleisungen hat.