Wien Energie startet an ihrem ältesten Standort im Kraftwerk Simmering den Bau des ersten Hochdruck-Wärmespeichers der Welt.
Der völlig neuartige Wärmespeicher wird nicht nur den jährlichen Wärmebedarf von rund 20.000 Haushalten decken, er spart durch Optimierung von Produktion und Speicherung pro Jahr 11.000 Tonnen CO2 ein – das ist soviel, wie 4.000 Autos durch Nichtfahren einsparen würden.Wegweisende Technik
Wien Energie Geschäftsführerin Susanna Zapreva: "Der Hochdruck-Wärmespeicher passt optimal in unsere Energiestrategie, denn wir wollen bis 2030 50 Prozent der von uns erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen." Der Speicher könne erstmals Wärmeerzeugung und Verbrauch entkoppeln, spare dadurch Energie bei geringerem CO2 Ausstoß. Auch die großen Höhenunterschiede – bis zu 150 Meter – zwischen den Bezirken seien berücksichtigt, wie Projektleiter Wolfgang Daschütz erklärte: "Der Druckspeicher hat bis zu 150 Grad Celsius Wassertemperatur, das Fernwärmenetz steht unter einem Druck von rund 15 bar. Damit können auch höher gelegene Stadtteile optimal mit Fernwärme versogt werden."
Das Pojekt sei nicht nur im Betrieb, sondern auch in der Errichtung besonders umweltfreundlich und nachhaltig. "Wieder ein Beweis, dass bei Wien Energie Versorgungssicherheit, Ökonomie und Ökologie Hand in Hand gehen", lobte Gemeinderat Franz Ekkamp. Und Bezirksvorsteherin Renate Angerer, stolz auf Simmerings Versorgungsbetriebe, ohne die in Wien alles still stehen würde: "Das ist ein weiteres Leuchtturmprojekt in diesem Jahr!" Der neue Wärmespeicher soll bis Ende 2013 in Betrieb gehen. Kosten: 20 Millionen Euro.






