23.07.2016, 12:00 Uhr

Nähnadelfabrikation in der Lichtenwörther Nadelburg

Feriges Produkt einer Messingnähnadel
Nach fast 90 Jahren werden erstmals wieder Nadeln gefertigt!
Die frühindustrielle Nadelburg, eine Messing- und Metallwarenfabrik wurde 1930 geschlossen. Hier wurden einst zu Zeiten Maria Theresias Fabrikate wie Haarnadeln, Nähnadeln und Stricknadeln erzeugt. In einem privaten Museum direkt in der Nadelburg wird diese einmalige Industriegschichte lebendig gehalten. Eine Besuchergruppe aus Deutschland, die „Nadelfreunde“ hatten einen Wunsch, dem Museumsleiter Bachtrögl gerne nachkam. Man wollte sehen wie man damals Nähnadeln fertigte. Im Museumshof ließ man kurzerhand zwei alte Werkbänke aufstellen und mit alten Werkzeugen der Fabrik und Messingresten wurden so mit etwas Geschick mehrere Nähnadeln gefertigt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Arbeitsleistung kann man jedoch nicht mit damals vergleichen. Um 1770 bereits konnte ein einziger Arbeiter an einem Tag 10.000 Nähnadeln mit Hilfe von Maschinen fertigen – und dies in einer Zeit als das Wort „Fabrik“ noch nicht existierte. So schrieb man im Niederösterreichischen Lichtenwörth Industriegeschichte.

Information: www.Nadelburgmuseum.at
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