01.06.2016, 09:18 Uhr

St. Pöltner Riemerplatz rauchfreie Zone

Mag. Barbara Gravogl (NÖGKK), LR Ing. Maurice Androsch, Mag. Alexandra Beroggio, Obmann Gerhard Hutter (beide NÖGKK), Dr. Ursula Hörhan (Fachstelle NÖ), LR Mag. Karl Wilfing (v.l.n.r.) (Foto: NKL Filzwieser)

Aktion zum Weltnichtrauchertag: Großer Andrang bei Infostand von
Fachstelle NÖ und Rauchfrei Telefon der NÖGKK

Der Riemerplatz im Herzen der Landeshauptstadt wurde am 31. Mai für einige Stunden zum Antitabak-Hotspot Niederösterreichs. Am Weltnichtrauchertag war der Informationsstand der Fachstelle für Suchtprävention NÖ, der Jugendinfo NÖ und des Rauchfrei Telefons der NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) nicht nur erste Anlaufstelle für Raucherinnen und Raucher, die von der Zigarette loskommen wollten. Zu Mittag kam es dort zu einem besonderen Gipfeltreffen: Die beiden Landesräte Ing. Maurice Androsch und Mag. Karl Wilfing trafen auf den Obmann der NÖGKK, Gerhard Hutter. Alle drei wollten durch ihren Besuch des Infostands die Wichtigkeit der Arbeit von der Fach-stelle und des Rauchfrei Telefons betonen. Ihr gemeinsames Ziel: Die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sollten möglichst viel Unterstützung erhalten, um von der Nikotinabhängigkeit loszukommen und wieder gesünder leben zu können. Ebenfalls im Fokus standen der Nichtraucherschutz und die gesundheitliche Belastung durch Passivrauch.
Jeder wollte wissen: „Wie viele Schadstoffe sind in meiner Atemluft?“
Der Stand in St. Pölten war Anziehungspunkt vieler Passantinnen und Passanten, denen neben reichhaltiger Information und Beratung auch ein Quiz mit vielen Fragen rund ums Rauchen, Nicht-rauchen und Tabak geboten wurde. Alle Interessierten hatten die Gelegenheit, kostenlos eine Kohlenmonoxidmessung ihrer Atemluft durchführen zu lassen. Damit lässt sich die Schadstoffbelastung in der Atemluft genau bestimmen.
Wilfing: „Durch wirksame Angebote für Jugendliche und Erwachsene wird das Nichtrauchen gefördert.“
Die Fachstelle leistet durch Aktionen wie diese einen positiven Beitrag im Land, den Trend zum Nichtrauchen zu stärken. Es werden auch Kurzvorträge inklusive wirksamer Tipps für Eltern, Workshops für Schulen sowie diverse Broschüren angeboten. Für Jugendliche wird ein Programm zur Reduktion beziehungsweise zum Ausstieg aus dem Tabakkonsum durchgeführt. Betont wird auch die Wichtigkeit des verantwortungs- und rücksichtsvollen Miteinanders von Raucherinnen und Rauchern sowie Nichtraucherinnen und Nichtrauchern. „Erwachsene sind Vorbilder für Jugendliche. Deshalb müssen wir guten Beispiels voran gehen, auf die Gesundheit achten und Nichtrauchen als Normalität verankern. Vor allem müssen Kinder und Jugendliche gut aufgeklärt sein über die drastischen Nebenwirkungen, die Rauchen haben kann. Jeder muss wissen, dass er mit dem Rauchen auch seine Lebenszeit verkürzt“, betonte Landesrat Mag. Wilfing.
Hutter: „Hilfe des Rauchfrei Telefons der NÖGKK ist kostenlos.“
„Rauchen ist verantwortlich für die Entstehung unterschiedlicher Erkrankungen. Der Tabakrauch enthält mehr als 4 800 Substanzen, von denen 205 giftig und 90 krebserregend sind“, sagte NÖGKK-Obmann Hutter. Das Rauchfrei Telefon unter der Gratisnummer 0800 810 013 ist eine österreichweite Initiative der Sozialversicherungsträger, aller Länder und des Bundesministeriums für Gesundheit. Betrieben wird es von einem Team aus Klinischen Psychologinnen und Gesundheitspsychologinnen der NÖGKK in St. Pölten. „Unser Angebot umfasst neben der persönlichen telefonischen Beratung und Begleitung beim Rauchstopp auch die individuelle Nachbetreuung in der ersten rauchfreien Zeit und ist kostenlos“, erklärte NÖGKK-Obmann Hutter. „Der Start in ein rauchfreies Leben ist schwer. Durch die besondere persönliche und intensive Betreuung unseres Rauchfrei Telefons steigt die Chance, die Sucht zu besiegen und den Rauchstopp zu schaffen. Bei 30 Prozent von allen, die sich an uns wenden, klappt es auch.“
Androsch: „Gesundheitsrisiken müssen minimiert werden.“
Im Zuge der Umsetzung der österreichischen Tabakprodukterichtlinie wird bald auf allen Zigaretten-schachteln neben den Warnhinweisen und bereits aus dem Ausland bekannten Schockbildern auch die Nummer des Rauchfrei Telefons aufgedruckt sein. „Bewusstseinsschaffung steht am Weltnichtrauchertag im Vordergrund. Das Rauchfrei Telefon ist nun jederzeit griffbereit auf jeder Zigarettenpackung und soll Unterstützung sein, wenn jemand den Entschluss fasst, mit dem Rauchen aufzuhören. Zusätzlich werden in Zukunft verstärkt Aktionen gesetzt, die bereits in jungen Jahren ansetzen sollen, um sowohl auf Risiken durch Aktiv- wie auch Passivrauchen aufmerksam zu machen. Alle laufenden Aktivitäten gemeinsam sollen dazu führen, Gesundheitsrisiken zu minimieren, was mir als Gesundheitslandesrat ein besonderes Anliegen ist“, so Landesrat Ing. Maurice Androsch bei seinem Besuch des Infostandes.

Die Fachstelle für Suchtprävention NÖ ist die vom Land NÖ beauftragte Drehschreibe für alle Belange der Suchtarbeit sowie zum Thema Sexualpädagogik in Niederösterreich. Information zu div. Angeboten erhalten Sie unter 0 27 42/31 440 bzw. unter www.fachstelle.at
Das Rauchfrei Telefon der NÖGKK ist unter 0800 810 013 von Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr erreichbar. Es fallen österreichweit keine Gebühren an. Die Beratung ist kostenlos. Informationen und Links zur „Rauchfrei App“ finden Sie auf www.rauchfrei.at.
Ansprechpartner:
Fachstelle für Suchtprävention NÖ
Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Werner Harauer
E-Mail: pr@fachstelle.at
Tel.: 0 27 42/31 440-14
www.fachstelle.at NÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Elisabeth Heinz
E-Mail: oea@noegkk.at
Tel.: 05 08 99-5121
www.noegkk.at
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.