10.05.2016, 13:03 Uhr

110 Minuten täglich im Verkehr

Er pendelt seit 2008 wochentäglich nach Wien-Favoriten: Hans Zezula ist Auto-, Zug- und Busfahrer. (Foto: Zezula)

Serie Teil 2: Arbeiterkammer NÖ zeigt, dass seit 2014 erstmals mehr als die Hälfte der NÖ-Arbeitnehmer pendelt.

BEZIRK. Die AKNÖ untersucht bereits seit 25 Jahren im Fünfjahresrhythmus die Entwicklung der Pendlerzahlen. Aktuell pendelt mehr als die Hälfte der berufstätigen Niederösterreicher in einen anderen Bezirk oder anderes Bundesland zur Arbeit – doppelt so viele wie bei der ersten Untersuchung. Nur ein Viertel findet einen Arbeitsplatz in der Wohngemeinde.

Das große Ziel Wien
Stolze 110 Minuten verbringt durchschnittlich jeder Wiener Neustädter Tag für Tag im Straßenverkehr. Immerhin pendeln von 40.195 Arbeitnehmer im Bezirk 19.234.
Der Großteil nach Wien. Für 38,18 Prozent der Wiener Neustädter Pendler geht es zum Arbeiten in die Bundeshauptstadt, gefolgt von Baden (16,98 %), Mödling (13,75 %), Neunkirchen (11,58 %) und dem Burgenland (8,95 %).
Gerade mal 25,2 Prozent der Arbeitnehmer aus Stadt und Bezirk finden in der Wohngemeinde einen Job, 27 Prozent zumindest im Wohnbezirk. 29,6 Prozent fahren in einen anderen Bezirk oder gar in ein anderes Bundesland um zu arbeiten.

Mit Auto zu stressig
So geht es auch Hans Zezula (56) aus der Frohsdorfer Siedlung. Er pendelt seit 2008 nach Wien. Mit dem Auto fährt er bereits um halb 6 Uhr morgens nach Wiener Neustadt, denn: "Später kannst du es vergessen, da sind alle Parkplätze besetzt." Der 6-Uhr-Zug bringt ihn schnell nach Meidling, dann gehts mit dem Bus zum Arbeitsplatz nach Favoriten. Ankunftszeit: ca. 7 Uhr. "Mit dem Auto ist die Strecke viel stressiger und meistens staut es sich bereits auf der Autobahn vor Wien".
Auch die Kosten fallen zugunsten des Bahnfahrens aus: 154 Euro für die Monatskarte inklusive der Wien-Öffis - da kann das Auto nicht mithalten.
Nur die Situation am Meidlinger Bahnhof ist seit der Flüchtlingswelle angespannter geworden: "Da musst du Augen und Ohren offen haben und darfst deine Tasche keine Sekunde unbeaufsichtigt lassen."


Zur Sache: Für die Pendler stehen im Land NÖ derzeit mehr als 36.000 Pkw- und 23.000 Zweirad-Stellplätze auf Park+Ride-Anlagen an Bahn- und Busbahnhöfen zur Verfügung.
Zahl der Arbeiter 2014 in NÖ: 482.066 (+5,2% zu 2009); Auspendler (aus Sicht der Wohnortes): 288.129 (+8%), Einpendler (aus Sicht der Arbeitsplatzes): 205.318 (+13,3%).

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