08.03.2016, 13:02 Uhr

Aktion „Zebra“: Mehr Sicherheit auf Schutzwegen in Wiener Neustadt

Stadtrat DI Franz Dinhobl, Stephanie Schlabitz, Gabriele Zunegg und Stadtrat Martin Weber, MSc, am Bahnhofplatz.
WIENER NEUSTADT. Schwere Unfälle auf Schutzwegen zeigen immer wieder auf, dass die „weißen Balken“ auf der Straße oft kein sicheres Terrain sind. Rund 25 Prozent aller Unfälle mit Fußgängern ereignen sich auf Österreichs Schutzwegen. Deshalb sind in diesen sensiblen Verkehrsbereichen Präventionsmaßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit besonders wichtig. Die Marktgemeinde Wiener Neustadt führt nun gemeinsam mit dem KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) vorbeugende Maßnahmen durch.
Um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Bereich der Schutzwege in Wiener Neustadt zu erhöhen, setzt die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) vom 8. bis 11. März 2016 die Aktion „Zebra“ um. Nähert sich in der Zeit von 07:00 bis 09:00 Uhr, von 11:00 bis 13:00 Uhr und von 15:00 bis 17:00 Uhr ein Fußgänger zum Beispiel dem Schutzweg am Hauptbahnhof, um die Fahrbahn zu überqueren, motivieren zwei Aktionsmitarbeiter des KFV mit der Aktionstafel „Vorrang für FußgängerInnen“ herannahende Autofahrer zum rechtzeitigen Anhalten.
„Durch die Aktion mit Signalwirkung in schwarz-weiß erreichen wir in Wiener Neustadt sowohl die motorisierten Verkehrsteilnehmer als auch die Fußgänger. Ziel dabei ist es, die Autofahrer auf die querenden Personen aufmerksam zu machen und ihre Anhaltebereitschaft zu erhöhen. Bei den Fußgängern sollen vor allem das richtige Verhalten und die Vorbildwirkung am Schutzweg in Erinnerung gerufen werden“, erläutert DI Peter Felber vom KFV.

Schlüsselfaktor Tempo

KFV-Untersuchungen zeigen eine prinzipielle Problematik auf: Je höher das gefahrene Tempo, desto geringer ist die Anhaltebereitschaft der Lenker vor Schutzwegen. Schlüsselfaktor in Sachen Sicherheit ist daher die Geschwindigkeit, besonders für die Schwächsten im Straßenverkehr. Für sie wird das Tempo der Motorisierten zur Überlebensfrage. Wenn Fußgänger unter die Räder kommen, sind die Folgen meist fatal. Bereits eine Kollision bei geringer Geschwindigkeit kann für Fußgänger – vor allem für Kinder oder ältere Personen – tödlich sein.
„Wir freuen uns, dass wir durch die Aktion ‚Zebra‘ einen Beitrag zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer leisten können,“ erklärt DI Peter Felber vom KFV. Insgesamt werden 50 Verkehrssicherheitsaktionen in Wiener Neustadt umgesetzt.
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