15.06.2016, 13:30 Uhr

Auf das Opfer wird vergessen

In der Nähe der Leithabrücke zwischen Eggendorf und Zillingdorf kam es zu dem Vorfall mit einem Asylwerber. (Foto: Zezula)

Asylwerber bedrängt Schülerin. Diese weiß eine Woche danach noch nicht, wie ihr geschah. Ihr Opa klagt an.

ZILLINGTAL/EGGENDORF. Eigentlich wollte die 15-jährige Zillingdorferin nur eine Freundin vom Bahnhof Eggendorf abholen. Doch auf dem Heimweg stürzte ihre Welt ein. Ein afrikanischer Asylwerber verfolgte die Schülerin. Der erwachsene Mann umklammerte brutal das zarte Mädchen.
„Die Schülerin wurde gegen ihren Willen bedrängt. Erst als ein vorbeifahrender junger Mann ihr zur Hilfe kam, ließ der Asylwerber von ihr ab“, schildert Alfred P. (Name von der Redaktion geändert).
Vorbei ist der Spuk damit für die Schülerin aber noch lange nicht. Auch wenn der Asylwerber nun nicht mehr im Pfarrheim Eggendorf wohnt (er wird verlegt), so sind die Probleme nicht gelöst.
„Die Schülerin ist schockiert, psychisch am Boden und komplett durch den Wind. Sie bedarf psychologischer Betreuung", macht sich der Großvater Sorgen. „Am schlimmsten ist, dass auf das Opfer überhaupt keine Rücksicht genommen wird“, ärgert sich der Zillingdorfer.

Nicht schönreden
Der Asylwerber selbst verteidigte sich bei der Polizei. Er habe das Mädchen schon mittags getroffen und mit ihr die Telefonnummer ausgetauscht. Am Nachmittag sei er zum Sportplatz Zillingdorf gegangen. Unterwegs habe er sie getroffen und sie seien gemeinsam gegangen. Dann wollte er sie überreden, dass sie zum Sportplatz mitgeht. Er hat sie am Kopf und am Rücken berührt, das hat der „Retter“ gesehen und ist mit dem Auto stehen geblieben. Das Mädchen ist daraufhin zu ihm ins Auto gestiegen und weggefahren. Er sei weiter zum Sportplatz gegangen.
„Diesen Vorfall kann man nicht schönreden. Schon gar nicht, weil es nicht der erste ist. Drei Wochen davor habe ich eine ähnliche Situation beobachtet. Doch bis ich mit dem Auto umdrehen konnte, war alles vorbei“, berichtet Alfred P.
Eggendorfs Bürgermeister Thomas Pollak weiß nichts von Problemen mit den Asylwerbern. „Wir versuchen, mit einigen Freiwilligen Sprachkurse mit den Bewohnern durchzuführen und ihnen unsere Werte und Benimmregeln näher zu bringen, um Unstimmigkeiten zu vermeiden.“
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