30.08.2016, 00:00 Uhr

Expedition im Land der Gärten

Vor 17 Jahren blickten die Niederösterreicher über die Thujenhecke - und entdeckten den Naturgarten.

Niederösterreich ist das Land der Naturgärten. Die "Garten Tulln" lockte heuer bereits 10.000 Besucher an. Auch in der Stadt und im Bezirk Wiener Neustadt gibt es drei Schaugärten und immer mehr private Gartenbesitzer entschließen sich dazu, auf Dünger und Torf zu verzichten. 14.000 Gärten haben niederösterreichweit eine Naturgarten-Auszeichnung. In der Stadt und im Bezirk Wiener Neustadt sind es 1.085. Wir haben einen davon besucht - und ein Paradies für Mensch, Pflanze und Tier entdeckt.
Wunderschön, duftend, grün - und manchmal ganz schön laut - präsentiert sich der Garten von Margarete Ringhofer. Ihre 600 m² große grüne Oase ist nicht nur ein Rückzugsort für die Neustädterin, sondern auch die Heimat für so manches Getier. Sowohl Frösche als auch Vögel, Bienen, Schlangen, Feldermäuse, sogar Raubvögel oder Igel genießen den Aufenthalt in der grünen Wohlfühloase. Selbst Wildenten statten den Ringhofers immer wieder einen Besuch ab. "Ich freue mich, wenn sich die Tiere bei uns wohlfühlen. Daher füttere ich sie auch. Die Natur gibt so viel. Da ist es doch selbstverständlich, etwas an die Natur zurückzugeben. Eine Spende an die Natur sozusagen", schmunzelt Ringhofer
Mit viel Liebe zum Detail, kreativen Ideen und einem wahrlich grünen Daumen hat die Wiener Neustädterin ihren Garten in Eigenregie in ein Outdoor-Schmuckkästchen verwandelt. Und das ganz ohne Chemie. "Die Chemiekeule hat in meinem Garten keinen Platz. Ich verwende zum Beispiel den Grünschnitt zum Düngen", versichert Ringhofer.

Wenig Arbeit, viel Spaß
Vor rund 25 Jahren hat die Gärtnerin ihre Leidenschaft entdeckt. „Ich hab den grünen Daumen von meiner Mutter. Von ihr habe ich mir viel abgeschaut." Auch wenn die Neustädterin die Gartenarbeit nicht als Arbeit empfindet, legt sie großen Wert auf einen pflegeleichten Garten. "Ich mag Gartenarbeit, aber es muss Spaß machen und darf kein Muss sein. Doch setzt man die passenden Pflanzen, Bäume und Blumen, dann hat man viel Freude mit minimalem Arbeitsaufwand", verrät Ringhofer.
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