21.06.2016, 15:47 Uhr

Gerichtliche Aufkündigung eines Mietvertrages

Hallo liebe Leserinnen und Leser,
ich muss mal meinem Frust Freiraum geben.
Wir sind seit November 2014 Mieter in einem Einfamilienhaus in Wiener Neustadt. Schon bei der Besichtigung gab es die ersten Überraschungen, welche noch nicht wirklich erkennbar waren in deren Größenordnung. Der Vermieter ließ uns zwei ganze Monate frei "wohnen". Wohnen davon waren wir weit weit entfert, es musste generalsaniert werden zum Teil auf eigene Kosten. Dazu kam, dass der Garten die reine Herausforderung für uns war diesen wieder zu kultivieren. Es sieht jetzt wieder wie ein Garten aus. Natürlich auf unsere Kosten, da wir die mündliche Zusage hatten auf "EWIG" hier wohnen zu dürfen. Der Spass begann etwas abzuflauen, als wir regelmäßig Stromausfälle in der Küche zu verzeichnen hatten. "Es waren stets alte Geräte". Wir tauschten diese aus- die Ursache blieb. Nachdem im Winter dann auch noch die Heizkörper manuell nicht mehr zu steuern waren, beschloss ich einen Elektriker kommen zu lassen um einen Überblick für dieses Haus zu erlangen. "Negativbefund" Investitionskosten um überhaupt einen positiven Befund zu erlangen rund € 9.000,00. Information an unseren Vermieter - vorher war alles okay. Zum Verständnis - der Vermieter kümmerte sich jahrelang nicht um dieses Haus und ließ zum Großteil alles vom Mieter in Stand halten auf deren Kosten. Nachdem wir im Jahr 2015 drei Mal einen Rattenbiss in der WC Abflussanlage hatten wurde endlich das Magistrat beauftragt zu handeln. Der Abfluss war vom Informationstag an den Vermieter 9/15 bis einschließlich 12.1.2016 offen. Geruchsbelästigung, Schimmelgefahr, Feuchtigkeit waren die Folge. Der Installateur welcher vom Vermieter hätte kommen sollen erschien nicht trotz verienbartem Termin - kein Anruf - keine Kontaktaufnahme. Am 22.12.2015 hätte der Installateur kommen sollen, er kam nicht. Letzter Termin für die Instandsetzung war der 12.1.2016 denn am 13.1.2016 habe ich einen Installateur beauftragt den Schaden zu richten. Rechnung an den Vermieter gesandt, landete nach Zahlungsfrist in unserem Postkasten mit dem Vermerk um rasche Begleichung. Ich wollte mit unserem Vermieter einen runden Tisch abhalten wegen der elektrischen Anlage. Es kam nie dazu. Schließlich machte ich eine Mietreduktion geltend, worauf uns der MV gerichtlich gekündigt wurde. Wir unterliegen keinem MRG was bedeutet, dass der Vermieter aus dem Schneider ist, alle Rechte in Anspruch nehmen kann und der Mieter für alles aufkommen muss und ihn nicht einmal dafür Schadenersatzpflichtig machen kann. Heute fiel der Automat des E-Herdes und läßt sich nicht mehr einschalten. Ein Elektriker kommt ins Haus und sieht sich das erneut an. Frage mich wer diese Kosten wohl übernimmt?
Wir suchen ganz ganz dringend eine Bleibe für einen 12 jährigen gutmütigen Schäferhund und für uns als Selbstversorger. Bitte helft uns sonst stehn wir auf der Straße. Toll oder?
Heute den 23.6.2016 erhielten meine Schwester und ich getrennt Post von seinem Anwalt worin klar zu lesen ist, dass wir per 31.7.2016 das Objekt geräumt haben müssen - und das nur weil ich erneut eine Mietreduktion von 75% in Anspruch genommen habe wegen dem Schimmel im Kellerbereich, der gesundheitsschädlichen Dämpfe im Obergeschoss (wo sich die Schlafräume befinden) und der Elektroanlage sowie der Heizung.
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