22.03.2016, 00:00 Uhr

Herbert Bailer - Schnitzen ist seine Leidenschaft

Von der Ratsche über die Zirbenbrotdose bis zum Hl. Florian

LICHTENWÖRTH. (kre.) Von seinem gemütlichen Stüberl, kommt man ins eigentliche Reich des Holz- und Schnitzkünstlers Herbert Bailer, die Werkstatt. Jetzt vor Ostern stehen dort Dutzende Ratschen, die auf ihre Fertigstellung, oder Auslieferung warten. „Was wäre die Karwoche ohne die Tradition des Ratschens. Früher nur Buben, ersetzen heute auch Mädchen die nach Rom geflogenen Glocken durch das schnarrende Geräusch der Ratschen. Allerdings wurde dieser schöne Brauch eine Zeitlang weniger. Manchmal fanden sich zu wenig Kinder, oft fehlten auch die notwendigen Ratschen. Von Pfarren wie Theresienfeld, Schattendorf oder Haschendorf, aber auch Privaten angesprochen, begann ich meine ersten Ratschen zu bauen. Den Bau hatte ich von Thomas Wagner, der bis zu seinem Tod im 91. Lebensjahr, Ratschen baute“, gelernt, erzählte der Herbert Bailer, der seit 32 Jahren bei der Straßenverwaltung arbeitet. In seinem Heimatort Lichtenwörth, erlernte er bei der Firma Müllner das Tischlerhandwerk. 2003 schnitzte er dann in Flachschnitztechnik seinen ersten Steinbock, tastete sich an die Vollplastik heran, heute seine große Leidenschaft.
„Als Feuerwehrkommandant schnitze ich besonders gern den Hl. Florian - bis jetzt 30 Mal“. Aber auch viele andere Figuren stammen aus seiner Hand, so auch lebensgroße Krippen. Jetzt in der Osterzeit sind es österliche Motive wie Haserl, aber auch Vasen, herrlich duftende Zirbenbrotdosen und -pölster.
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