09.03.2016, 10:36 Uhr

I bins, dei Präsident!

Herbert Rauscher (Foto: Zezula)

Die Republik sucht ihr Oberhaupt erst - Wiener Neustadt hat seine Präsidenten längst gefunden.

WIENER NEUSTADT. Bei der Wahl zum Bundespräsident werden vermutlich sechs Kandidaten antreten - so viele wie noch nie. Überhaupt ist Österreich das Land der Präsidenten. Kleintierzüchter, Hobbykicker bis hin zu Blasmusikanten - alle legen die Führung in die erfahrenen Hände Ihrer Präsidenten. Die Bezirksblätter haben die „Präsis" in Stadt und Bezirk Wiener Neustadt besucht und sie gefragt, was gute Anführer ausmacht – und wie sie die großen Probleme lösen würden.
Als Präsident der Neustädter "Los Carachos", einer illustren Wirtschafts- und Societyrunde, hat Herbert Rauscher vor allem mit Terminen zu jonglieren. Alles hört auf sein Kommando und so trifft man sich dann eben einmal im Gasthaus, dann wieder am Fußballplatz. Was der Autodealer als Bundespräsident ändern würde? "Ich würde mich in erster Linie wieder ums österreichische Volk kümmern", sieht er die momentane Flüchtlingssituation doch eher skeptisch und "ein Bundespräsident sollte seine Politiker im Griff haben, was derzeit nicht der Fall ist." Bei seinen "Los Carachos" spuren alle.

Karin Ferstl for president
Präsidentin der Soroptimist Karin Ferstl hat genau Vorstellungen von ihren Aufgaben als Bundespräsidentin. "Ich würde auf jeden Fall mehr Wertschätzung, Respekt und Menschlichkeit in der Kommunikation unter den Politikern einführen." Darüber hinaus würde sich die Juristin für die Verbesserung der Lebensqualität von Frauen, insbesondere für eine Besserstellung der Frau einsetzen. "Dieses Thema gewinnt vor allem in der derzeitigen Flüchtlingssituation eine große Rolle. Dabei spielt der Zugang zu mehr Bildung eine große Rolle. Ein weiteres Thema ist Mentoring von Frauen in Führungspositionen für Frauen, um diesen weiterzuhelfen."
SC Neustadt-Boss Hans Reinisch, derzeit in zähen Bundesliga-Lizenz-Verhandlungen, hat eine ausgefallene Idee: Für Repräsentationszwecke ("und mehr ist der Job des Bundespräsidenten nicht") würde er berühmte Österreicher abstellen: "Schwarzenegger, Brandauer und Heller fallen mir gleich ein, unter den Frauen vielleicht eine Swarovski-Erbin."
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