20.06.2016, 16:05 Uhr

"Kalte Kuchl": Ein toter Biker

Er hatte vor den Gefahren gewarnt: Harald Windbichler, Polizeichef von Pernitz. (Foto: Polizei)

Frontalcrash: Polizeikommandant warnte vor dieser Raserstrecke.

BEZIRK (pz). Erst im April führten wir ein Gespräch mit dem Pernitzer Postenkommandanten Harald Windbichler, bei dem er vor den Gefahren der sogenannten "Kalten Kuchl" warnte. In den letzten Jahren kamen auf der B21 durchs Piestingtal nach Rohr am Gebirge immer wieder Biker ums Leben.

Schrecklicher Crash

Laut Polizeibericht war es am Wochenende wieder soweit: Ein 25-jähriger Mann aus dem Bezirk Neunkirchen lenkte am Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr sein Motorrad auf der B 21 aus Richtung Rohr am Gebirge kommend in Richtung "Kalte Kuchl" durch das Gemeindegebiet von Rohr. Als er ansetzte, ein vor ihm fahrendes Wohnmobil zu überholen, dürfte er den entgegenkommenden Lenker eines Motorrades, einen 39-jährigen Mann aus Wien, übersehen haben. Es kam zur Frontalkollision der beiden Motorradlenker. Der 39-Jährige erlitt bei dem Verkehrsunfall tödliche Verletzungen. Der 25-Jährige wurde schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 3 ins Landesklinikum Wr. Neustadt gebracht. Um sein Leben wird noch gekämpft.

Strafen alleine zu wenig

Im April warnte Windbichler noch: "Es wird rigoros überwacht und ausnahmslos gestraft!" Heute sagt er: "Wir haben bislang Hunderte Strafmandate ausgestellt, aber so etwas kann man nicht verhindern". An Sonntagen allein sind es bis zu 40 Organstrafen und etliche Anzeigen.
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