10.06.2016, 12:41 Uhr

Reisebus in der Steiermark mit Schülern aus Lichtenwörth verunglückt

(Foto: Thomas Kaserer)

Lichtenwörth: Eine Begleiterin schwer verletzt. Reisebusunternehmer aus Neunkirchen bestätigt ORF-Version.

Der Busfahrer aus Berndorf (63) wurde an einem Arm leicht verletzt.

ORF-News: Im Bezirk Liezen ist es Freitagvormittag zu einem Unfall mit einem Reisebus gekommen. Ein Reisebus mit Schulkindern prallte laut Polizei gegen einen Kleinlaster. Mehrere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

Der Unfall passierte auf der Ennstal-Straße (B320) zwischen Mandling und Schladming. Im Bus befanden sich rund 20 Schulkinder und Begleitpersonen. Bei dem Bus handelte es sich laut Polizei um einen Ausflugsbus mit Schulkindern aus dem Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich. Letzten Meldungen zufolge soll es sich um eine Lichtenwörther Schule handeln.

Eisenteil bohrte sich in Bus und traf Lehrerin

Der Bus stieß seitlich mit einem Kleinlaster aus Tschechien zusammen, der Eisenteile geladen hatte, ein Eisenteil bohrte sich in den Reisebus und traf die Lehrerin Elisabeth J.
Sie soll laut Besatzung des Rettungshubschraubers von dem Eisenteil im Brustbereich getroffen worden sein. Die Frau erlitt ein offenes Brusttrauma und wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus nach Salzburg gebracht. Laut der Rettungsmannschaft war die Frau bewusstlos und musste in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt werden.

Unklarheit über Zahl der Verletzten
Wieviele Verletzte es tatsächlich gab ist noch unklar. Die Polizei sprach von vier Verletzten, die Rettungskräfte sprachen von insgesamt sechs Verletzten. Neben der schwer verletzten Lehrerin sollen mehrere Personen mittelschwer oder leicht verletzt worden sein. Unter ihnen sollen sich auch drei Kinder befinden. Die Verletzten wurden in das Spital nach Schladming gebracht. Details zu den Verletzten und zum Unfallhergang konnte die Polizei noch nicht nennen.

Kriseninterventionsteam im Einsatz

Die unverletzt gebliebenen Businsassen wurden in das Rüsthaus der Feuerwehr Schladming gebracht und dort vom Roten Kreuz und dem Kriseninterventionsteam versorgt. Die B320 war im Unfallbereich in beiden Richtungen gesperrt. Es gab bereits einen umfangreichen Stau. Die Polizei richtete eine lokale Umleitung ein.
"Die Schüler befinden sich bereits auf dem Heimweg. Vor der Schule wartet ein Kriseninterventionsteam auf die Kinder, damit sie bestmöglich versorgt werden", versichert Lichtenwörths Bürgermeister Harry Richter.

Fahrer (63) aus Berndorf war im Spital

Die Bezirksblätter sprachen mit Schwarzott-Geschäftsführer Kurt Waclawek über den Unfall: "Der Fahrer ist bereits seit vier Jahren bei uns. Er erlitt eine leichte Verletzung am Arm. Sonst geht es ihm gut. Er wurde bereits aus dem Spital entlassen und wird gerade von der Chefin vom Krankenhaus abgeholt." Auch die Schüler sind wohlauf. Waclawek will punkto Unfall keine Schuld zuweisen, räumte aber ein, dass die Ladung des, in den Crash involvierten Lasters, nicht gesichert gewesen sein dürfte.

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