28.09.2016, 16:12 Uhr

Eichgraben startet "Topothek"

In alten Kisten, auf Dachböden oder im Keller finden sich oft wertvolle Erinnerungen. (Foto: Michael und Andreas Niemetz)

Das private Kulturgut der Gemeinde sichern und online zugänglich machen, will das Projekt „Topothek“.

EICHGRABEN (red). Es geht um Bilder und Geschichten über Eichgraben, die nicht in Vergessenheit geraten sollen. Damit wird der besondere Charakter Eichgrabens noch besser sichtbar und für jedermann erlebbar. "Wir haben im Frühjahr gemeinsam mit unseren Kulturvereinen einen Auftakt gemacht. Unser historisch sehr interessierter Mitarbeiter Michael Niemetz hat die Datenbank mit vielen spannenden Fotos und Dokumenten gefüttert – nun wollen wir Ihnen dieses Projekt vorstellen", kündigt Eichgrabens Bürgermeister Martin Michalitsch (ÖVP) an. "Wir laden Sie herzlich ein, am 21. Oktober um 18 Uhr im Gemeindezentrum mehr über Eichgraben zu erfahren. Wenn Sie selbst interessantes Material zu Hause haben, können Sie ohne viel Aufwand zu einem bunteren Geschichtsbild unseres Ortes beitragen."

Historische Dokumente

Mittlerweile gibt es alleine in Niederösterreich bereits in 54 Gemeinden eigene Topotheken – regionalhistorische Online-Archive, die auf Gemeindeebene mit lokalen „Historikern“ umgesetzt werden. "Alle sind aufgerufen etwas zu einer Topothek beizutragen", sagt Topothek-Erfinder Alexander Schatek, der in Wiener Neustadt ein IT- und Werbeunternehmen betreibt. Das virtuelle Museum sammelt, archiviert, verortet und stellt Bilder, Dokumente, Karten sowie Bild- und Tondokumente im Internet für die Allgemeinheit zur Verfügung. Damit sollen lokalhistorische Dokumente und Wissen der nachfolgenden Generation erhalten und mit modernen Mitteln aufbereitet werden. Auch für die Wissenschaft bietet sich die Topothek als Recherche-Quelle und Nachschlagewerk an. "Besonders wichtig ist, dass das zur Verfügung gestellte Material beim jeweiligen Besitzer verbleibt und nur eine digitale Kopie im Netz veröffentlicht ist", erklärt Schatek.

Vorzeigeprojekt in NÖ

"Das Bewusstmachen der eigenen regionalen Geschichte und der damit verbundenen Schaffung einer gemeinsamen Identität festigt die Verbindung der Generationen zueinander. Mit der Topothek, einem niederösterreichischen Vorzeigeprojekt, ist dies Alexander Schatek hervorragend gelungen", adelt Landeshauptmann Erwin Pröll die Initiative.
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