26.07.2016, 22:17 Uhr

Maria Anzbach: Flüssiges Chlor ausgetreten

Chlor kann für Mensch, Tier und Umwelt gefährlich werden. Die Sicherungsmaßnahmen fielen entsprechend aus. (Foto: FF Maria Anzbach)

Vier Feuerwehren konnten eine Katastrophe in einem Privathaus mit Schwimmbecken verhindern.

MARIA ANZBACH (mh). Durch einen porösen Schlauch kam es im Keller eines Einfamilienhauses in Maria Anzbach am vergangenen Dienstagabend zum Austritt von flüssigem Chlor. Im Keller befand sich die technische Umwälzanlage für das im Freien liegende Schwimmbad. Die Bewohner, eine Familie mit Kleinkindern, hatten das Haus bereits verlassen und alle Fenster und Türen geöffnet, als die Feuerwehr eintraf.

Starker Chlorgeruch

"Bereits vor dem Wohnhaus war starker Chlorgeruch wahrnehmbar", schildert Josef Ertl, Kommandant der Feuerwehr Maria Anzbach. "Da sich Chlor entsprechend schädlich für Mensch, Tier und Umwelt auswirken kann, mussten als Erstmaßnahmen umfangreiche Absperrmaßnahmen und Sicherungsmaßnahmen gesetzt werden." Da die Feuerwehr Maria Anzbach nicht über die erforderliche Spezialausrüstung für solche Einsätze verfügt, wurde die Schadstoffgruppe des Abschnittes Neulengbach zur Unterstützung angefordert, die das Chlor neutralisieren konnte. Anschließend wurde der Keller noch längere Zeit belüftet. Der Hausbesitzer musste vor Ort behandelt werden, da er sich zu lange im Gefahrenbereich aufgehalten hatte. Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute von den Feuerwehren Maria Anzbach, Unter-Oberndorf, Eichgraben und Neulengbach-Stadt mit insgesamt neun Feuerwehrfahrzeugen und Spezialausrüstung vor Ort anwesend.
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