14.06.2016, 15:32 Uhr

"Steig ein!" – Auch "alte Hasen" fallen beim Führerschein durch

Till-Eulenspiegel-Chef Christian Brandstetter stellte sich der "Prüfung" bei Fahrschulinhaber Rudi Zimmerer (links).

Serie Teil 6: Die Bezirkblätter haben Testpersonen mit über 20 Jahren Erfahrung erneut zur Führerscheinprüfung antreten lassen.

REGION WIENERWALD/NEULENGBACH (mh). 4.154 Führerscheine wurden im Jahr 2015 in St. Pölten Stadt und Land laut Bezirkshauptmannschaft neu ausgestellt. Diese Personen haben die theoretische und praktische Prüfung also geschafft. Doch wie sieht es mit Verkehrsteilnehmern aus, bei denen der Test vor mehr als 20 Jahren stattfand. Die Bezirksblätter machten die Probe aufs Exempel. Die Theorieprüfung, die seit 1998 am Computer abgelegt wird, fiel so katastrophal aus, dass sich keiner der freiwilligen Testpersonen aus der Region öffentlich dazu äußern wollte. Bei allen hieß es "nicht bestanden". "Ohne Vorbereitung ist das ganz klar", meint dazu Fahrschulleiter Rudi Zimmerer. "Die Fragen wurden von Juristen formuliert. Bei routinierten Autofahrern scheitert es an den amtsdeutschen Ausdrücken, die ihnen nicht mehr geläufig sind." Und wie sieht's bei der praktischen Prüfung aus? Christian Brandstetter, Jahrgang 1961 und Chef der Neulengbacher Diskothek Till Eulenspiegel, stellte sich der Herausforderung und trat bei der Fahrschule Zimmerer in Tulln zu einer simulierten Fahrprüfung an. "Mich interessiert, ob sich bei mir als erfahrener Autofahrer Fehler eingeschlichen haben, die mir gar nicht mehr auffallen", so der Gastronom.

Fehler bei der Blicktechnik

Den Einstieg auf dem Übungsgelände der Fahrschule erledigte Brandstetter mit Bravour. "Zielbremsung, Umkehren, Slalom, Parklücke und Garage bereiten einem geübten Fahrer natürlich keine Schwierigkeiten", ist Rudi Zimmerer zufrieden. Nach der Fahrt im "echten" Verkehr sah es dann etwas anders aus. Das Fazit des Fahrschulinhabers: "Man fühlt sich bei Ihnen als Beifahrer sehr sicher. Wäre das eine Prüfung gewesen, hätten Sie trotzdem nicht bestanden." Die gravierendsten Fehler ortete der Fahrlehrer bei Blicktechnik, Rechtsvorrang und dem Durchfahren von Kreisverkehren auf dem kürzesten Weg. Es sei aber völlig normal, dass solche Fehler bei Rou­ti­ni­ers auftreten: "Als geübter Autofahrer hat man einen weitaus größeren Überblick." Für Christian Brandstetter war die Fahrt eine interessante Erfahrung: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich dabei so nervös werde."

Zur Sache

Einer der 13 risikobehafteten Vormerkdelikte des seit 2005 gültigen „Punkte-Führerscheins“ ist die Nichtbeachtung des Rotlichts. Weitere Vergehen wären etwa zu geringer Sicherheitsabstand, Nichtbeachtung der Kindersicherung oder das Befahren des Pannenstreifens (Ausnahme Rettungsgasse).

Lesen Sie nächste Woche: Der Baustellen-Sommerkalender der Region Wienerwald/Neulengbach. Infos und Gewinnfragen auch auf meinbezirk.at/steigein

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Die Gewinnfrage 7 lautet: Wie viele risikobehaftete Vormerkdelikte kennt der seit 2005 gültige Punkte-Führerschein?
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