M4 geht ab Herbst mit dem Namen „plus“ an den Start

Auf Höhe des Andachtsraumes im 1. Stock im M4, der aufgelassen wird, erfolgt die Brückenanbindung ans neue Fachmarkt- und Entertainmentcenter „plus“. (Foto: Spielbichler)

Neue Attraktionen sollen weiter für einen regen Kundenzustrom sorgen

„Klettern, bowlen, shoppen“ kann man ab Oktober 2011 im neuen Fachmarkt- und Entertainmentcenter „plus“ in Wörgl.

Das 20-Millionen-Euro-Projekt soll mit einer spektakulären Brücke über der Salzburgerstraße ans M4-Einkaufszentrum angebunden werden.

„Nach sieben Jahren M4 ist es Zeit, über den Tellerrand zu schauen und neue Attraktionen zu schaffen“, leitete Bauherr Alois Wegscheider die Projekt-Präsentation am 25. Februar ein und sieht in der Kundenfrequenz im M4 für seine Unternehmensstrategie den besten Beweis. 2,2 Millionen Menschen besuchen das M4 jährlich. Weder Wirtschaftskrise noch die Bautätigkeit in Kufstein hätten an der stetigen Zunahme des Kundenstromes etwas geändert.

Nach 15-monatiger Bauzeit wird das „plus“ im Oktober 2011 eröffnet. Auf dem ehemaligen Scheffold-Gelände entstehen 7000 Quadratmeter Geschäftsfläche, 4000 Quadratmeter davon sind Handelsfläche für „Sport Experts“, einen „dm“-Drogeriemarkt, eine „Libro“-Filiale, die Schuhkette „Shoe4You“ sowie den Wohnaccessoire-Anbieter „Depot“. 3000 Quadratmeter stehen für Entertainment zur Verfügung - Klettern, Bowling auf 14 Bahnen und die Gastronomie, für deren Betrieb der Zillertaler Eventgastronom „Didi“ Dieter Daum gewonnen wurde.

Die Kletterhalle lockt mit einem 16 Meter hohen Kletterturm, 1.600 Quadratmetern Vorstiegswänden, 300 Quadratmetern Boulder-Bereich und einem 400 Quadratmeter großen Außenbereich. Eine Kooperation mit dem Alpenverein wird noch verhandelt, wobei da nur mehr die Sektion Wörgl mit dem Ziel vergüns-
tigter Mitgliedstarife im Rennen ist. Zum neuen Center gehören weiters 177 Tiefgaragenplätze, deren Einfahrt über die Ampel Ladestraße geregelt wird.

Von der Anbindung des M4 über einen Brückenbau über die Bundesstraße erhofft man sich zusätzliche Attraktivität, zumal die Brücke auch gastronomisch genützt werden soll.

Der Wörgler Gemeinderat gab am 24. Februar mit einer 18:3-Mehrheit grünes Licht für die architektonische Verbindung der beiden Gebäude, wobei bei der Ausführung der Gestaltungsbeirat eingebunden werden soll. Die Wörgler Grünen begründeten ihre Ablehnung mit der Beeinträchtigung des Stadtbildes und der Sorge vor Folgewirkungen in der Innenstadt.
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