01.05.2016, 16:13 Uhr

"In den Sonnenuntergang"

Dr. Arnold Mettnitzer u. Edgar Unterkirchner
Spirituelle Wanderung mit Impulsen zu den Elementen Erde, Wasser, Luft und Licht
Wider den letzten Wetterkapriolen begleitete eine herrliche Abendsonne die rd. 140 Teilnehmer/innen beim ersten Pilgern in den Sonnenuntergang am Freitag, den 29. April 2016 veranstaltet vom Verein „Benedikt be-Weg-t“ rund um St. Paul. Dr. Arnold Mettnitzer mit Gedanken und Geschichten zu den vier Elementen und Edgar Unterkirchner mit einfühlsamen Interpretationen auf seinem Saxophon machten die freie Natur zu einem ganzheitlichen spirituellen Erlebnis.

"Der Boden, die Erde, sind immer für uns da. Der Boden kann manchmal wackeln, aber er fängt uns immer auf, auch spätestens, wenn wir als Asche verstreut oder in ihr unsere ewige Ruhe finden." Dr. Mettnitzer verstand es so, Vertrauen in die Urelemente und in uns selbst zu veranschaulichen. Das Schwingen von Ringen von in den Krapflhofteich geworfenen Steinchen inthronisierte Edgar Unterkirchner vor der vielfältig grünen und im Wasser sich spiegelnden Naturkulisse, unterstützt von harmonischem Vogelgezwitscher. Das Wasser, ebenfalls ein Grundelement des Lebens, gab uns bereits im Mutterleib, so Mettnitzer, Wohlbefinden. Viele Bibelstellen und Geschichten, die er kurz erzählte, wie die vom kleinen Moses auf dem Nil, handeln davon. Die Luft und der Atem ist Zeichen für alles Lebendige: ohne Luft kein Hören, kein Verständigen, kein Miteinander der Menschen, unabhängig davon, ob man letzten Endes auch des gleichen Sinnes ist. Auch kein Singen, weshalb spontan ein Kanon im Unterholz entlang der Lavant angestimmt wurde. Die Kraft des Feuers und des Lichts, das Lodernde, Erhellende und Begeisternde aus ihnen, war Gegenstand im Blick der klaren Abendsonne bei der vierten und letzten Station beim Benediktkreuz. Wiederholt Gedichte von Rainer Maria Rilke, die Natur und Selbsterkenntnis, die Kraft der Schöpfung auf herrliche Weise beschreibend, rundeten die spirituelle Wanderung ab. "Höre nicht auf die vielen Philosophen und Prediger, sondern folge deiner eigenen Interpretation und dem, was dein Herz sieht, liest, hört und spürt," gab Mettnitzer zum Schluss den Teilnehmer/Innen mit auf den Weg. Ein gemeinsames Gebet gerichtet zur in diesen Augenblicken untergehenden Sonne und natürlich schwingende Klänge von Unterkirchner bildeten den Abschluss eines einzigartigen Erlebnisses.

Der Obmann von "Benedikt be-Weg-t", Ernst Leitner, zeichnete mit seiner Familie und mit dem gesamten Vorstand für die gute Organisation verantwortlich und freute sich über die große Teilnahme. Die FF mit HV Reichard und HFM Volk und die Polizei mit KI Helmut Sucher und GI Josef Weinberger sicherten umsichtig. Jede/r Teilnehmer/in erhielt einen kleinen Sonnenstern als Erinnerung, sowie eine kleine körperliche und spirituelle Stärkung in Form von Keksen und Sprüchen, vorbereitet von Maria Wright, auf den Weg. Einzig die anfängliche Einladung von Dr. Arnold Mettnitzer, den Weg auch still meditierend zu gehen, funktionierte nicht. Die spirituellen Wanderer nutzten natürlich die Gelegenheit zu Austausch und Gesprächen. Viele Altbekannte trafen sich wieder und das Reden in ruhiger Atmosphäre miteinander ist ja gerade typisch für das Pilgern.

Hannes Maier
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