11.09.2016, 22:32 Uhr

Neues Wahrzeichen für die Sonnenhang-Siedlung in St. Georgen

Der kreative Tischler Ewald Liebert aus St. Georgen hat aus einer alten Weide drei Skulpturen gefertigt (Foto: Mörth)

Ewald Liebert aus St. Georgen fertigte aus einer alten Weide drei Skulpturen an.

petra.moerth@woche.at

ST. GEORGEN. Vor genau fünfundzwanzig Jahren begannen die ersten Bewohner in der vormaligen Ertl-, späteren Gundischer und heutigen Sonnenhang-Siedlung in St. Georgen gepflegte Einfamilienhäuser zu errichten.

Kreative Idee war geboren


Als heuer im Frühjahr eine über hundert Jahre alte Weide am Rand der Siedlung dem Schneedruck zum Opfer fiel, reifte unter den Bewohnern rund um Ulrike und Ewald Liebert die Idee zur Fertigung von drei Skulpturen. "Die für Vitalität stehende Weide hat ihren Platz im Lebensbaumpfad, deshalb wollten wir diesen besonderen Baum nicht einfach verheizen", schildert Ulrike Liebert. Bei den drei vom Tischler Ewald Liebert angefertigten Skulpturen handelt es sich um den Engel als Baum der Beständigkeit am ursprünglichen Standort, den Wächter vor dem Haus der Lieberts sowie der Sonne als Siedlungssymbol am Grund von Gerhard Streit.

Halb Mensch, halb Tier


"Nachdem ich von der gebrochenen Weide die Teile entfernt hatte, sah der Rest wie der Flügel eines Engels aus. So entstand die Idee den Baum an seinem Ursprung zu lassen. Sie wurde konserviert und mit einem Kopf ergänzt", erzählt Ewald Liebert, der die Figur mit einer Bank aus Holz komplettiert hat. Der Rest wurde ebenfalls gewaschen und konserviert. "Beim Drehen und Wenden stellte sich heraus, dass er halb Mensch und halb Tier darstellt. Also wurde diese Skulptur auf den Wächter getauft und am Siedlungsanfang zum Sonnenhang aufgestellt", so der Künstler. "Als Zeichen für den Sonnenhang wurde der dritte Stamm der Weide ausgewählt, der einen Hang symbolisiert und mit einer Sonne aus Blech kombiniert ist. Als Standort fixierten wir den Siedlungsmittelpunkt. Verankert wurde die Skulptur mit 15 individuellen Eisen, die mit einem Eisenring verbunden wurden. Dabei steht jedes Eisen für eine Familie und der Eisenring als Symbol der Gemeinschaft", so der Theologe und Philosoph Philipp Überbacher.

Dreifaltigkeit und Dreieinigkeit


Generell würde die Zahl drei im Hinblick auf die Anzahl der Skulpturen in der Sonnenhang-Siedlung für Stabilität, Vielseitigkeit, Geselligkeit, Gemeinschaft, Kommunikation und Hilfsbereitschaft stehen.
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