21.04.2016, 11:32 Uhr

WOCHE-Projekt: Alte Keusche in St. Leonhard verwandelt sich in neue Herberge

Auf der Baustelle: Erwin Petutschnig, Günther Fritzl, Pfarrer Johann Nepomuk Wornik und Ernst Wutscher (v. li.)

In St. Leonhard auf der Saualpe entsteht mit Begleitung der WOCHE Lavanttal heuer ein Hospiz für die Marienpilger.

petra.moerth@woche.at

ST. LEONHARD. Als medialer Nahversorger in den Regionen bringt die WOCHE im Jubiläumsjahr Kärntner mit zündenden Ideen für nachhaltige Projekte und Menschen mit helfenden Händen zur Umsetzung zusammen.
Der Pfarrer Johann Nepomuk Wornik möchte die 300 bis 400 Jahre alte Mesnerkeusche im am Marienpilgerweg liegenden St. Leonhard auf der Saualpe in ein Pilgerhospiz verwandeln. "Die Pilger könnten in Pölling die Schlüssel empfangen, oben übernachten, und beim nächsten Bauern auf der Tour gegen eine Spende die Schlüssel wieder abgeben", so der Geistliche, der sich unter anderem über eine 5.000-Euro-Holzspende von Unternehmer Hans Michael Offner freut.

22.000 Stück Schindeln


Dieses Holz wurde bereits im Vorjahr zur Errichtung des Kaltdaches und der Lattung bei der alten Mesnerkeusche auf rund 1.200 Meter Seehöhe verwendet. Seit ein paar Tagen packen Erwin Petutschnig von der gleichnamigen Schindeldeckerei samt Mitarbeitern sowie die freiwilligen Helfer Günther Fritzl aus Pollheim und Ernst Wutscher aus Pölling beim Dachdecken an. "Wir decken das Dach mit zirka 22.000 Stück Lärchenschindeln neu ein", erzählt Erwin Petutschnig. In den vergangenen rund 50 Jahren bestand das desolat gewordene Dach der Mesnerkeusche aus Lärchenbrettern. Nachdem das Dach und der Kamin fertiggestellt sind, soll es im Inneren der Pilgerherberge ums Eingemachte gehen.

Projekt für Kärnten


Und hier bei dieser jüngsten Idee des Pöllinger Pfarrers Wornik klinkt sich die WOCHE Lavanttal als Begleiter des Projektes für Kärnten ein: Einige Lavanttaler haben sich auf Vermittlung der WOCHE Lavanttal bereit erklärt, selbst Hand anzulegen, um im Inneren zwei Schlafräume samt Küche für Marienpilger entstehen zu lassen. Neben den genannten Personen wirken unter anderen auch Alois Scharf, Gerhard Hassler und Gerald Neuhold ehrenamtlich an der Umsetzung von Pfarrer Worniks Idee mit.
Die WOCHE Lavanttal wird sich noch um weitere Helfer (und Sponsoren) bemühen und laufend über das nachhaltige Projekt für Kärnten berichten.

ZUR SACHE:
In den kommenden zwei bis drei Wochen wird das Dach der alten Mesnerkeusche in St. Leonhard auf der Saualpe mit rund 22.000 Stück Lärchenschindeln neu eingedeckt. Diese Arbeiten werden von der Schindeldeckerei Erwin Petutschnig, die dank der von Pfarrer Johann Nepomuk Wornik aufgetriebenen Spenden bezahlt werden kann, durchgeführt. Darüber hinaus arbeiten aber eine Reihe von freiwilligen Helfern unentgeltlich am Pilgerhospiz mit.

Lesen Sie auch: Die WOCHE startet Projekte im Land
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.