11.05.2016, 15:08 Uhr

St. Pauler Polit-Zoff 2.0 im Netz

Mit diesem Posting zum Thema Sicherheit, das etliche Kommentare nach sich zog, sorgte die ZAS im Sozialen Netzwerk für Aufmerksamkeit (Foto: Screenshot)

Wegen Ankauf eines neuen Kleinlöschfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr (FF) Granitztal: ZAS attackiert SPÖ - FPÖ mischt mit.

ST. PAUL. Am 5. Mai schlug die Zukunft Adi Streit (ZAS) mit Vizebürgermeister Adolf Streit in einem Posting in Facebook Alarm:

ZAS stellt Einsatzfähigkeit in Frage


"In Gesprächen mit Bürgern wurde uns zugetragen, dass die Einsatzfähigkeit des Kleinlöschfahrzeuges der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Granitztal aufgrund des hohen Alters nicht mehr lange gewährleistet ist. ZAS fordert deshalb rechtzeitig ein dem Stand der Technik entsprechendes Kleinlöschfahrzeug zur Verfügung zu stellen, hat einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat eingereicht und fordert eine Aufnahme dieser Anschaffung in die Budgetplanung. Der Ankauf dieses Löschfahrzeuges soll 2017, die Montage der erforderlichen Auf- und Einbauten 2018 erfolgen. Das einsatzfähige Auto kann dann im Zuge der Jubiläumsfeierlichkeit der FF Granitztal 2018 übergeben werden. Wichtig ist nun, dass umgehend ein Förderantrag an den Kärtner Landesfeuerwehrverband eingebracht wird, um die Kosten für die Gemeinde niedrig zu halten. Kleines Detail am Rande: Bürgermeister Hermann Primus (SPÖ) will die Anschaffung mit der Begründung ,je länger wir warten, desto mehr Förderung kriegen wir' verzögern ... offensichtlich hat er seine Hausaufgaben nicht gemacht, ZAS allerdings schon. Wir haben uns vor dem Verfassen des Antrages informiert und können Folgendes dazu berichten: ,Die Maximalförderung ist mit einem Fahrzeugalter von 30 Jahren erreicht, diese wurde vom Löschfahrzeug bereits überschritten.' Es bringt also nichts länger zu warten."

FPÖ eilt SPÖ zur Hilfe


Noch bevor die SPÖ auf diese Facebook-Nachricht kontert, mischt sich FPÖ-Gemeindevorstand Marco Furian mit einem Kommentar ein: "Positiv ist, dass ihr, wie alle anderen Fraktionen im Gemeinderat auch, für die Anschaffung eines neuen Kleinlöschfahrzeuges für die FF Granitztal seid. Die Intention eures Antrages scheint aber zu sein, die Lorbeeren für etwas einzuheimsen, das bereits in Umsetzung ist. Alle zuständigen Feuerwehrinstanzen haben mit dem Feuerwehrreferenten Primus bereits Anfang 2016 – euer Antrag ist erst am 31. März in der Gemeinderatssitzung gestellt worden – akkordiert, dass die Unterschrift für das neue Auto bei den Jubiläumsfeierlichkeiten 2018 erfolgen soll. Die Lieferung wird Ende 2019/Anfang 2020 erfolgen. Wäre die Sicherheit unserer Bürger dadurch auch nur ein klein wenig gefährdet, dann hätten alle Fachinstanzen der gerade von mir beschriebenen Vorgehensweise garantiert nicht zugestimmt."

SPÖ wehrt sich gegen Vorwurf


Tags darauf reagiert die SPÖ St. Paul in Facebook: "Es ist sehr verwunderlich, dass das Löschfahrzeug Granitztal von der ZAS zum Thema gemacht wird, nachdem Herr Streit persönlich bei der Jahreshauptversammlung der FF Granitztal anwesend war. Noch verwunderlicher ist, dass die gesamte ZAS-Fraktion die Gemeinderatssitzung vom 31. März 2016 aus ihrem Gedächtnis gelöscht hat, im Sinne der guten Zusammenarbeit helfen wir jedoch gerne auf die Sprünge. Der Beschaffungsprozess für das Löschfahrzeug ist bereits seit langem auf Schiene, es sind alle Feuerwehrinstanzen, wie von Gemeindevorstand Furian korrekt erläutert, involviert. Doch bevor diese haltlose Angstmache mit der Sicherheit der Bürger betrieben wird, sollte die ZAS ihre Hausaufgaben machen und folgende Fragen beantworten: Ist das Pickerl (§57a Prüfung) des Fahrzeuges abgelaufen? Ist das Fahrzeug nicht mehr straßenverkehrstauglich? Ist die Löschtechnik defekt? Ist der Tank undicht? Ist die Pumpe defekt? Sind die Sirene und das Blaulicht ohne Funktion? Wenn keine dieser Anschuldigungen zutrifft, sollte seitens der ZAS eine öffentliche Entschuldigung gegenüber den Feuerwehrkommandanten das Mindeste sein! Es kann nicht sein, dass den Feuerwehren der Marktgemeinde eine sicherheitsgefährdende, grobe Fahrlässigkeit unterstellt wird, nur um politisch einen vermeintlichen Punkt zu machen."
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