27.07.2016, 10:00 Uhr

Alpakas zum Angreifen

Dr. Alexandra "Sana" Gergely mit ihren Alpakas.

Alexandra Gergely führt in einem der ruhigsten Orte des Waldviertels eine Alpakazucht, die bald jeder hautnah erleben kann.

KLEIN WETZLES. Zunächst steht einem eine nicht ganz unbeschwerte Autofahrt bevor – doch das Ziel kann sich wahrlich sehen lassen. Zwischen Groß Gerungs und Griesbach liegt der kleine Ort Klein Wetzles, etwas abseits dieser Ortschaft das 17 Hektar große Anwesen von Dr. Alexandra "Sana" Gergely. Die studierte Tierärztin betreibt auf dem landwirtschaftlichen Anwesen seit November 2013 heimlich still und leise eine ganz besondere Farm – eine Alpakazucht.
Die Tiere sind laut Gergely einfach zu halten und wahre Schmusetiere. Aktuell zählt ihre Herde 26 Alpakas, wobei bereits der nächste Nachwuchs kurz bevor steht. Überhaupt sind im Jahr 2016 bereits vier Fohlen dazugekommen. Mit ihrem unglaublichen Fachwissen kennt Sana die Tiere in- und auswendig – und ruft sie natürlich mit dem jeweiligen Namen.
Im Jahr 2013 begann sie die Zucht mit 15 aus Chile importierten Stuten. Sie möchte sich nicht nur als Züchterin in Österreich etablieren, sondern verfolgt aufgrund ihrer tierärtlichen Ausbildung und Verbindung zur Veterinär-Universität einen Forschungszweck. Sana möchte etwa Hautkrankheiten und deren Auswirkungen der Tiere näher erforschen.

Großer Tag am 3. September

Alpakas bestechen durch ihr unglaublich weiches Fell. Die daraus entstehenden Produkte, neben Strickwolle auch Bettdecken, Kissen oder Schuheinlagen, werden ab dem 3. September 2016 in einem gerade entstehenden Hofladen zum Verkauf angeboten werden. An diesem Tag werden außerdem die Tore zu einem Tag der offenen Tür geöffnet. Von 10 bis 18 Uhr können sich alle Interessierten und vor allem Familien ein Bild von dem bislang eher unbekannten Tier Alpaka machen und deren Heim erkunden.
Durch die weiche Eigenschaft der Alpakawolle, eignet sich diese auch für Pullover oder ist eine Alternative etwa zu Schafwollallergikern. Jedes Tier hat einen Wert zwischen 1.500 und 30.000 Euro. Die unglaublich neugierigen Tiere, die übrigens mit dem Kamel verwandt sind, werden ein Mal im Jahr geschoren und werden laut Sana in Zukunft womöglich auch eine Rolle in der Almwirtschaft spielen. Sie sind nämlich intensive Grasfresser und führen den Böden durch ihren Fußballen keine Schäden zu.

Zur Sache: Programm am 3. September
10 bis 18 Uhr, Klein Wetzles 32, 3920 Groß Gerungs, Kinderprogramm mit Quiz, Kamelreiten und Tombola; viele Informationen über Alpakas; Eröffnung des Hofladens mit Alpakaprodukten; Für Speis und Trank (Regionales) wird bestens gesorgt! Eintritt frei! www.alpacas-sana.at
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