08.06.2016, 10:54 Uhr

Kreativschüler erstmals in Krakau

(Foto: NMS Stift Zwettl)
STIFT ZWETTL. Schülerinnen und Schüler der 4. Kreativklassen der NMS Stift Zwettl erkundeten auf ihrer Abschlussfahrt die Gegend um Krakau und Zakopane. Begleitet wurde die Gruppe in bewährter Weise von der Künstlerin Hildegard Kienast , den Lehrerinnen Christa Binder und Else Leutgeb und der Studentin Caroline Leutgeb. Bisher führte die Abschlussfahrt schon viele Jahre nach Paris, wegen der Anschläge wurde dieses Jahr Polen als Reiseziel gewählt.
Zunächst ging die Reise mit dem Bus über Tschechien in die Woiwodschaft Kleinpolen. Während der Busfahrt war es keineswegs langweilig, dank unseres Chauffeurs, der uns interessante Details erzählte und immer wieder auch mit Späßen aufwartete. Auch einen kleinen Sprachkurs in Polnisch gab es für uns. Ein besonderer Luxus war unsere Dolmetscherin und Reiseführerin Lalita, die wir jederzeit fragen konnten, wenn wir etwas nicht verstanden.
In Krakau, der zweitgrößten Stadt Polens, stand die Besichtigung des Königsschlosses „Wawel“ auf dem Programm mit der Kathedrale, Leonardo da Vincis „Dame mit dem Hermelin“, den Königsgemächern, der Königsgruft und der Drachenhöhle. Belegt ist, dass sich seit dem frühen Mittelalter an dieser Stelle schon eine Burg befand. Die Bebauung zeugt von einer über 1000-jährigen Baugeschichte. Vom Weichselufer aus wurde die Ansicht des Wawel auf unseren Zeichnungen festgehalten.
Auch die Altstadt mit ihrem mittelalterlichen Marktplatz, dem Rynek Glowny, einem der größten Marktplätze Europas, ist mit den sogenannten Tuchhallen aus der Renaissance, der Marienkirche mit dem weltbekannten gotischen Flügelaltar von Veit Stoß und dem Rathaus, sowie den umgebenden historischen Gebäuden äußerst sehenswert. Weitere interessante Gebäude sind das Collegium Maius, die zweitälteste Universität Europas, die mittelalterliche Befestigungsanlage, Schindlers Fabrik – heute ein Museum - der Film „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg wurde großteils in diesem Gebäude und in der Umgebung gedreht.
Zum umfangreichen Programm dieser interessanten Woche zählten eine geführte Tour durch den kleinsten Nationalpark Polens – Ojcow- mit vielen Karstgebilden, einer Tropfsteinhöhle und einer Neandertalerhöhle, ein Ausflug in die Wüste Bledow, mit dem größten Sandvorkommen Mitteleuropas im küstenfernen Binnenland. Die durchschnittliche Stärke der Sandschichten beträgt 40 bis 70 Meter. Einen ganz besonderen Höhepunkt stellte der Besuch im größten und ältesten Salzbergwerk der Welt dar, es gehört ebenso wie die Altstadt von Krakau zur 1. Liste des Natur- und Kulturerbes der UNESCO - aufgrund seiner Bedeutung für die Geschichte des Bergbaus. Das Bergwerk hat auch eine lange Tradition des Tourismus. Dieser berühmte atemberaubende Ort wurde im Lauf der Jahrhunderte von Nicolaus Kopernikus, Johann Wolfgang von Goethe, Alexander von Humboldt, Dimitri Mendeleev, Papst Johannes Paul II. und gekrönten Staathäuptern besucht, nicht zu vergessen Millionen von Menschen aus der ganzen Welt. Diese beeindruckende "unterirdische Stadt" mit Seen, Passagen, Salzskulpturen, der berühmten Kinga Kapelle darf auf keiner Reise nach Krakau fehlen.
Weiter ging es nach Zakopane, der „Hauptstadt der Hohen Tatra“. Das hier angesiedelte Bergvolk nennt sich „Goralen“, ihre traditionellen Holzhäuser wurden von dem Architekten Stanislaw Witkiewicz mit Elementen des Jugendstils zum sogenannten Zakopane-Stil ausgebaut. Bekannt wurde Zakopane als Schigebiet, besonders auch durch die Sprungschanze. Jährlich kommen rund drei Millionen Besucher in die Winterhauptstadt Polens. Bis 1918 gehörte Zakopane zum Königreich Galizien und Lodomerien.
1939 startete die erste Seilbahn auf den Kasprowy Wierch, den auch wir erklommen, von dort konnten wir die herrliche Aussicht auf das umliegende Gebirge und den Schnee auf einer Höhe von über 2000m genießen.
Neben den vielen Sehenswürdigkeiten kam auch das Vergnügen nicht zu kurz durch den Besuch im Vergnügungspark „energylandia“ und im Aquapark in Zakopane. Die polnische Gastfreundschaft und das herrliche Essen rundeten diese Woche ab.
Auf der Heimreise machten wir noch Halt im größten Luftfahrtmuseum Europas mit über 100 Flugzeugmotoren und über 200 Flugzeugen. Nach dieser wunderschönen, interessanten Woche kamen wir um viele Eindrücke und Fotos reicher wieder gut zu Hause an.
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