04.10.2016, 09:30 Uhr

Zwettl hat 10,1% weniger Arbeitslose als im Vorjahr

AMS-Leiter Kurt Steinbauer und die beiden WiedereinsteigerInnen-Beraterinnen Petra Zeilinger und Claudia Doleschal präsentieren die neu gestaltete Frauen-Infothek beim AMS Zwettl. (Foto: AMS Zwettl)
BEZIRK ZWETTL. Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Zwettl weist bereits seit Februar eine sinkende Tendenz auf. Diese positive Entwicklung setzt sich nunmehr weiter fort. Ende September waren beim Arbeitsmarkt-service (AMS) Zwettl 789 Personen, davon 377 Frauen (Vorjahr: 439) und 412 Männer (Vorjahr: 439), arbeitslos gemeldet. Damit ist die Anzahl der Jobsuchenden gegenüber August um 110 Betroffene (oder minus 12,2%) und im Vergleich zum Vorjahr um 89 (oder minus 10,1%) gesunken. Im Bezirk Zwettl ist die Arbeitslosigkeit unter allen Bezirken Niederösterreichs am stärksten zurückgegangen.

Von Trendwende können wir nur träumen

„Die rückläufige Anzahl der Jobsuchenden ist zwar erfreulich, von einer Trendwende am Arbeitsmarkt sind wir aber weit entfernt“, bringt es Zwettls AMS-Leiter Kurt Steinbauer auf den Punkt. Die Arbeitslosigkeit wird zumindest in den nächsten ein bis zwei Jahren auf hohem Niveau bleiben. Aufgrund des steigenden Arbeitskräfteangebotes ist nämlich mit einer nachhaltigen Entspannung in naher Zukunft nicht zu rechnen.


Schlüssel zum Erfolg: Bedarfsgerechte Qualifizierung

Im vergangenen Monat sind insgesamt 207 Personen arbeitslos geworden, gleichzeitig konnte in 332 Fällen die Vormerkung beim AMS wiederum beendet werden. Davon haben 188 Betroffene wieder eine Beschäftigung aufgenommen, 43 sind in eine Schulung eingetreten und 101 sind aus sonstigen Gründen (Krankenstand, Auslandsaufenthalt, Meldeversäumnis, Wochengeld etc.) aus dem Vormerkregister ausgeschieden. Insgesamt erweitern derzeit 182 Personen in verschiedenen AMS-Schulungen ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen und steigern so ihre Chancen am Jobmarkt. „Qualifizierung ist und bleibt ein wichtiges Thema, um beruflich am Ball zu bleiben, seine Marktposition zu sichern und Arbeitslosigkeit vorzubeugen. Das größte Risiko häufiger arbeitslos zu werden und auch länger zu bleiben, tragen nämlich Personen, ohne beruflichen Bildungsabschluss. Deshalb hat das AMS insbesondere für diese Kundinnen und Kunden eine Reihe von bedarfsgerechten Qualifizierungsangeboten im Programm“, betont Steinbauer. Die Palette reicht dabei von kompletten FacharbeiterInnen-Intensivausbildungen im handwerklich-technischen oder Dienstleistungsbereich bis zur berufsspezifischen Weiterbildung“, erklärt Kurt Steinbauer. Ein zentraler Schwerpunkt beim AMS ist und bleibt die Aus- und Weiterbildung von Frauen. Dem wurde beim AMS Zwettl jetzt auch durch die Neugestaltung der Frauen-Infothek Rechnung getragen.
Übrigens: Im AMS-finanzierten Frauenberufszentrum (FBZ) in Zwettl gibt es vielfältige Angebote für Frauen zur persönlichen und/oder beruflichen Weiterentwicklung.
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