Interview
Mai Cocopelli am BezirksRundschau-Familienfest

Mai Cocopelli gibt am 29. Juni beim BezirksRundschau-Familienfest eines ihrer legendären Mitmach-Konzerte.
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Mai Cocopelli ist preisgekrönte Kinderliedermacherin. Mit ihren mitreißenden Songs – die nicht nur Klein, sondern auch Groß bewegen – wird sie beim BezirksRundschau-Familienfest, das gemeinsam mit den Kinderfreunden veranstaltet wird, am 29. Juni um 16 Uhr ein Mitmach-Konzert geben. Im Interview verriet uns Mai mehr über ihre Leidenschaft zur Musik, ihre Auszeichnungen, besondere Momente und Zukunftspläne. 

BezirksRundschau: Was hat dich dazu bewegt Kinderlieder zu schreiben?
Mai Cocopelli: Schon als Kind wollte ich die Am-Dam-Des-Tante Ingrid sein. Zum Schreiben von Kinderliedern bin ich durch eine misslungene Liedeinführung während meiner Schulzeit an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik gekommen. Da ich kein Lied in den Liederbüchern finden konnte, das meinen Ansprüchen genügte, erfand ich mit 15 Jahren mein erstes Kinderlied und wusste sofort: diesen Weg möchte ich weiter gehen.

Was war bislang dein schönster Moment auf der Bühne?
Die schönsten Momente sind die, wenn alle in mein Lied einstimmen und ich von den vielen Kinderstimmen übertönt werde. Besondere Highlights waren meine Orchesterkonzerte und auch die Jubiläumsshow im Posthof, wo wir von einer zauberhaften Stimmung umgeben waren. Das Publikum freut sich immer aufs Mitsingen und genau das liebe ich an meiner Arbeit.

Du wurdest schon international preisgekrönt, auf welchen Preis bist du besonders stolz?
Vor drei Wochen wurde mein neues Album „Im Musikzimmer Nr.2“ von einer deutschen Fachjury für den Medienpreis "Leopold" nominiert. Darüber habe ich mich unheimlich gefreut, zumal ich mich seit Beginn meiner Karriere für diesen Preis beworben habe und immer abgewiesen wurde. Der "Leopold" ist das begehrteste Gütesiegel für gute Kindermusik im deutschsprachigen Raum und wird nur alle zwei Jahre an zwanzig Tonträger verliehen.

Du lässt dich ja auch immer durch andere Bereiche inspirieren – so gibt es ein Yoga- und ein Kanga-Album? Welche Ideen gibt es für die Zukunft?
Heuer wird unsere Onlineschule "Ukulele kinderleicht“ auf kinderlieder.tv die Pforten öffnen. Seit 2012 habe ich mich dem Ukulelenspiel für Kinder gewidmet und eine Methode entwickelt, mit der jeder dieses Instrument erlernen kann. Ich liebe die Vorstellung, dass die Ukulele in Schulen und Elternhäusern eine treue Wegbegleiterin sein wird. Musik ist so wichtig für die Entwicklung unserer Kinder. Die Ukulele ist das perfekte Einstiegsinstrument um sich selbst beim Singen zu begleiten.

Wann kommt das nächste Album?
Im Herbst erscheint mein neues Album „Im Musikzimmer Nr. 3“, darauf werden Herbst- und Laternenlieder zu finden sein werden. Außerdem wird zur Feier meines 20-jährigen Bühnenjubiläums vor Weihnachten meine erste Orchester-CD erscheinen. Viele preisgekrönte Songs, die mir besonders ans Herz gewachsen sind, werden in wunderschönen Arrangements für Orchester zu hören sein. Das OÖ Mozartensemble hat mitgewirkt und auch meine Band, sowie der Kinderchor des Landestheaters Linz unter der Leitung von Ursula Wincor. Auf dieses Album freue ich mich ganz besonders. Es ist jetzt schon ein Geschenk, so ein besonderes Album produzieren zu dürfen.

Was bedeutet der Name Mai Cocopelli? Wie entstand diese Bühnenfigur, gab es die von Anfang an?
„Kokopelli“ war einst ein Indianer, der mit seiner Musik und seinen Geschichten, Lebenslust und Freude verbreitete. Als ich mich mit 21 Jahren tätowieren ließ und genau dieser Kokopelli seinen Weg auf meinen Oberarm fand, war klar, dass wir eine tiefe Verbindung zueinander haben. Erst später erfuhr ich von seiner Bedeutung und erhielt, wie es bei Indianern der Brauch ist, meinen spirituellen Namen Mai. So war Mai Cocopelli geboren, ein klingender Name, der auf der ganzen Welt ausgesprochen werden kann und all dies verkörpert, was Kindermusik für mich ausmacht: Liebe, Freude, Begeisterung und eine große Portion Dankbarkeit.

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