Wahlergebnis
Historischer Sieg bei der Nationalratswahl 2019 in St. Pölten – ÖVP seit 1945 erstmals an der Spitze

Vize-Bürgermeister Matthias Adl (2. v. li.) feiert den Wahlerfolg unter anderem mit Landtagsabgeordneter Doris Schmidl (re.).
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  • Vize-Bürgermeister Matthias Adl (2. v. li.) feiert den Wahlerfolg unter anderem mit Landtagsabgeordneter Doris Schmidl (re.).
  • Foto: ÖVP NÖ
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Nationalratswahl: Erstmals seit 1945 schaffte es die ÖVP in der roten Landeshauptstadt auf Platz 1.

ST. PÖLTEN (pw). Die Schlacht ist geschlagen. Österreichweit liegt die ÖVP nach der Nationalratswahl als stimmenstärkste Partei an der Spitze. Auch in der bis dato roten Landeshauptstadt gab es beim Ergebnis eine Trendwende: Die ÖVP schaffte es mit 31,4 Prozent auf den ersten Platz. Auf Platz zwei landete die SPÖ mit 29,51 Prozent vor der FPÖ, die mit 15,7 Prozent massive Verluste einstecken muss.

"Das ist ein historisches Ergebnis und erstmalig bei einer Nationalratswahl. Wir sind bis zum Schluss gelaufen und es hat sich ausgezahlt. Ein wirklicher Freudentag für uns", erklärt St. Pöltens Vizebürgermeister Matthias Adl (VP).

Auch im roten Wilhelmsburg schaffte es die ÖVP mit 33,61 Prozent an die Spitze. Für dieses Mal sei die Wahlwerbung der Sozialdemokratie nicht aufgegangen und Sebastian Kurz habe mit seinen Themen gepunktet.

"Dieses Wahlergebnis zeigt, wie flexibel die Wähler mittlerweile geworden sind. Positiv ist, dass die Sozialdemokratie den zweiten Platz halten konnte und dies entgegen zahlreicher Prognosen. Besonders in St. Pölten werden wir uns bemühen, das Vertrauen der Bevölkerung für unsere Arbeit vor Ort weiter gewinnen zu können", erklärt SP-Bürgermeister Matthias Stadler.

SPÖ-Spitzenkandidat

„Ein bitterer Tag für die Sozialdemokratie. Man muss zur Kenntnis nehmen, dass eine stetige Parteibindung nicht mehr zeitgemäß ist und die Wähler bei jeder Wahl aufs Neue abgeholt werden müssen. Die brutalen Auswirkungen neoliberaler Politik werden mittelfristig die Menschen wieder erkennen lassen, wie wichtig Politik ist, die Menschen in den Mittelpunkt stellt, so wie es die Sozialdemokratie versucht zu vermitteln", erklärt SPÖ-Spitzenkandidat und Nationalrat Robert Laimer.

Die Grünen schafften einen Zugewinn von rund 10 Prozent: "Das freut uns sehr. Wir nehmen das Ergebnis mit und fühlen uns in unserer Arbeit gestärkt", erklärt Markus Hippmann.

Bezirk St. Pölten

Auch im Bezirk St. Pölten liegt die ÖVP unangefochten auf Platz eins. Dahinter die SPÖ, gefolgt von der FPÖ. Michelbach ist mit 59,11 Prozent der Stimmen die absolute ÖVP-Hochburg. "Das freut mich persönlich sehr. Es ist das Ergebnis konsequenter Arbeit in der Gemeinde", hält Michelbachs Bürgermeister Hermann Rothbauer fest.

"Jede Gemeinde im Bezirk ist türkis. Das freut uns sehr. Wir haben im Wahlkampf fast jeden Haushalt besucht und ein super Ergebnis eingefahren. Das gibt Mut und Kraft für die kommenden Gemeinderatswahlen", erklärt ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Simon Obermayer.

FPÖ weiter Zweiter

In Pyhra konnten die Blauen knapp ihren zweiten Platz (17,3 Prozent) behaupten. "Die Wahlbeteiligung in St. Pölten ist von 80,3 Prozent auf 64,7 Prozent zurückgegangen. Viele Bürger waren nach der Schmutzkübel-Kampag-ne der letzten Tage verunsichert und blieben zu Hause. Dies schadet der Demokratie, wir sollten endlich im Sinne der Bürger sachlich zusammenarbeiten", erklärt FP-Stadtrat Klaus Otzelberger.

Bundesebene

"Das ist ein historischer Tag für die Volkspartei. Es ist der größte Vorsprung bei einer Wahl, den wir je erreicht haben", freut sich ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer angesichts des Rekordergebnisses. Fast sprachlos zeigt sich ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz in einer ersten Reaktion:

"Die Bevölkerung hat uns wieder zurückgewählt. Wir werden mit dem uns entgegengebrachten großen Vertrauen verantwortungsvoll umgehen."

Nicht zufrieden zeigte sich SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda: "Wir wollen wieder einen Weg an die Spitze finden. Das ist ein Zwischenschritt für uns."
Nach dem Spesenskandal stark abgeschlagen gibt es für die FPÖ ein enttäuschendes Ergebnis: "Wir sehen den Wahlausgang nicht als Auftrag der Bevölkerung, die Koalition fortzusetzen", erklärt Harald Vilimsky, Generalsekretär der FPÖ.

(Sollte das Ergebnis nicht angezeigt werden, bitten wir Sie den Cache in Ihrem Browser zu löschen.) Wahlkarten-Ergebnisse werden im Bezirk extra angezeigt. Zudem gibt es eine extra Darstellung für St. Pölten-Land und St. Pölten-Stadt.


Das sind die Gemeinden im Bezirk St. Pölten-Land

Altlengbach, Asperhofen, Böheimkirchen, Brand-Laaben, Eichgraben, Frankenfels, Gablitz, Gerersdorf, Hafnerbach, Haunoldstein, Herzogenburg, Hofstetten-Grünau, Inzersdorf-Getzersdorf, Kapelln, Karstetten, Kasten bei Böheimkirchen, Kirchberg an der Pielach, Kirchstetten, Loich, Maria-Anzbach, Markersdorf-Haindorf, Mauerbach, Michelbach, Neidling, Neulengbach, Neustift-Innermanzing, Nußdorf ob der Traisen, Ober-Grafendorf, Obritzberg-Rust, Perschling, Pressbaum, Prinzersdorf, Purkersdorf, Pyhra, Rabenstein an der Pielach, Schwarzenbach an der Pielach, St. Margarethen an der Sierning, Statzendorf, Stössing, Traismauer, Tullnerbach, Weinburg, Wilhelmsburg, Wölbling, Wolfsgraben


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Autor:

Petra Weichhart aus St. Pölten

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