Wahlergebnis
Nationalratswahl 2019 im Triestingtal

Das Wahlergebnis der Nationalratswahl 2019 in Triestingtal
  • Das Wahlergebnis der Nationalratswahl 2019 in Triestingtal
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  • hochgeladen von Marie-Theres Weiser

Wahlergebnis zur Nationalratswahl 2019: Das Triestingtal-Ergebnis zeigt den tatsächlichen Auszählungsstand und ist KEINE Hochrechnung.

TRIESTINGTAL. Ganz auf Parteikurs waren in den letzten Tagen vor der Nationalratswahl 2019 auch die vier Nationalratsabgeordneten aus dem Bezirk Baden unterwegs: Carmen Jeitler-Cincelli (ÖVP), Andreas Kollross (SPÖ), Nikolaus Scherak (NEOS) und Peter Gerstner (FPÖ).

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Sie waren (mit Ausnahme von Peter Gerstner) jeweils auch die SpitzenkandidatInnen im Wahlkreis Thermenregion. Aus diesem erhielt 2017, bei der letzten Nationalratswahl, Carmen Jeitler-Cincelli (Wirtschaftsstadträtin in der Stadt Baden) 4.779 Vorzugsstimmen, Andreas Kollross (Bürgermeister von Trumau) 3.359 und Nikolaus Scherak (ein gebürtiger Badener) 777 Vorzugsstimmen. Peter Gerstner erhielt als Zweitgereihter hinter Christian Höbarth 580 Vorzugsstimmen aus dem Wahlkreis.

Zu den Vorzugsstimmen im Wahlkreis kommen noch jene, die über die Landes- oder Bundesliste erzielt werden.
Jeitler-Cincelli: +164 (Landesliste)
Kollross: +66 (Bundesliste), +240(Landesliste)
Gerstner: +49 (Bundesliste)
Scherak: +91 (Bundesliste), +450 (landesliste)

Der Wahlkreis Thermenregion umfasst die politischen Bezirke Baden und Mödling. Mit 31,6 % hatte hier die ÖVP bei der NR-Wahl 2017 die Nase vorn, gefolgt von der SPÖ mit 26,9 und der FPÖ mit 23,4. Überraschend, dass die Grünen auch in diesem traditionell sehr starken grünen Wahlkreis nur auf 3,6 Prozent kamen, während die Liste Pilz 5,6 % quasi "aus dem Stand" erreichte. NEOS kamen auf 6,9%.

Hauchdünn beeinander lagen im Oktober 2017 im Bezirk Baden die drei "großen" Parteien: die SPÖ 28,6 %, die ÖVP bei 29,5% und die FPÖ bei 27,07 %. Die Grünen waren auf 2,75 % abgesackt, die NEOS kam auf 5,52 % und die Liste Pilz auf über 5 %.
Die Wahlbeteiligung im Bezirk Baden lag 2017 bei 82,84 %, wahlberechtigt waren 106.533 Personen.

Die Ausgangslage der KandidatInnen

Die spannende Frage: Wie sehr haben die turbulenten Ereignisse des heurigen Politjahres die Wahlbeteiligung und das Wahlverhalten tatsächlich beeinflusst?

Peter Gerstner (FPÖ) musste heuer um sein "Leiberl" im Nationalrat rennen, er warb deshalb auf Plakaten um Vorzugsstimmen, die einzige Chance für ihn, noch einmal in den Nationalrat einzukehren. Er kandidierte nämlich - im Gegensatz zu 2017, wo er Zweitgereihter war, nur noch auf Platz 12 (auf dem letzten Listenplatz des Wahlkreises Thermenregion). Die Ebreichsdorfer FPÖ-Gemeinderätin Lisa Gubik hatte 2017 im Wahlkreis 799 Vorzugsstimmen, um 219 mehr als Gerstner selbst. Carmen Jeitler-Cincelli (ÖVP) hatte diesmal auf einen Vorzugsstimmenwahlkampf verzichtet, es dürfte fix sein, dass sie wieder in den Nationalrat einzieht. Eines der wichtigsten Themen in der Region ist für sie das Thema "Verkehr". SP-Wahlkreisspitzenkandidat Andreas Kollross hofft auf hohe Wahlbeteiligung, denn das letzte Mal hätten der SPÖ 15.000 Stimmen auf ein zweites Mandat aus dem Wahlkreis gefehlt. Zweitgereihte im Wahlkreis ist die Mödlingerin Gaby Steiner. Karin Blum aus Traiskirchen führte ebenfalls einen überaus aktiven Wahlkampf.
Niki Scherak kandidierte nicht nur im Wahlkreis Thermenregion, sondern auch auf der Landesliste der Neos auf Platz 1.
Harald Geyer aus Sulz/Wienerwald ist der Mann von JETZT, der Liste von Peter Pilz. Erstaunlich, dass sich kein Kandidat aus dem Bezirk Baden fand, obwohl Pilz vor zwei Jahren bei knapp 5 % lag. Gabriele Gerbasits, Gemeinderätin in Kaltenleutgeben, führt die Liste der Grünen im Wahlkreis Thermenregion an, gefolgt von den beiden BadenerInnen Stefan Eitler und Martina Nouira-Weissenböck.

Stellungnahmen zur Wahl 2019 aus dem Bezirk

Bürgermeister Szirucsek aus Baden: „Volkspartei Baden hat ihre drei Ziele erreicht.“
"Die Volkspartei Baden hat ihre drei Ziele erreicht: Eine Steigerung des guten Ergebnisses der Nationalratswahl 2017, ein Ergebnis über dem Bundesschnitt und unsere Abgeordnete Carmen Jeitler-Cincelli wieder in den Nationalrat zu wählen", so Bürgermeister Stefan Szirucsek: "Mein Dank gilt unseren engagierten Helferinnen und Helfern, dem gesamten Team, das überall präsent war und natürlich den Wählerinnen und Wählern, die dieses großartige Ergebnis ermöglicht haben."

Nationalratsabgeordneter Andreas Kollross, Bürgermeister in Trumau (SPÖ): „Aus diesem Ergebnis kann man mit Sicherheit Unterschiedliches herauslesen. Eines lese ich jedoch nicht heraus. Einen Regierungsauftrag für die SPÖ. Sehr wohl aber einen Veränderungsauftrag.“
Die SPÖ erreichte in Trumau stolze 34,91 %, verhältnismäßig abgeschlagen die ÖVP mit 29,6 %, die FPÖ kam auf 18, 7%, die Neos auf 6,76 % und die Grünen auf 8,2 %.

Knapp an der Absoluten vorbei schrammte die ÖVP gar in Altenmarkt/Thenneberg, wo LAbg. Josef Balber ÖVP-Bürgermeister ist. Die ÖVP steigerte sich um 9,6 % auf 49,8%. Die FPö kam auf 17,4 % (-11 %), die SPÖ nur drittstärkster mit 15 % (-3 %). Die Grünen kamen auf 8,3 % (+7).
Für Josef Balber ist Kurz in einer schwierigen Situation, obwohl ihm jetzt mehrere Koalitionsvarianten offen stehen. "FPÖ scheint abgewählt", sagt Balber. Mit Grünen hat Balber auf Landesebene Reibungsflächen, etwa bei der Landwirtschaft. Balber: „Aber mit Kogler hatte ich noch nichts zu tun, vielleicht gehts mit ihm auf Bundesebene besser“

In Enzesfeld-Lindabrunn, dem Heimatort von SPÖ-Landtagsabgeordneter Karin Scheele kam die SPÖ auf 25,5 % (-4,2%), die ÖVP mit einem Plus von 9,8 % auf 35,3%, die FPÖ mit -12,6% auf überdurchschnittliche 19,6 %, die Grünen auf 8,9 %.

In Hirtenberg wählten entgegen dem Bundestrend 34,8 % der Wahlberechtigten SPÖ, das ist lediglich ein Minus von 0,1% zu 2017, die ÖVP nur 23,9 % (+4 %). Für SPÖ Bürgermeister Karl Brandtner ist der Ergebnis wenigstens in seiner Gemeinde erfreulich, er würde SPÖ-Parteivorsitzender Rendi-Wagner eine Koalition mit Sebastian Kurz nahelegen.

FPÖ-Nationalratsabgeordneter Peter Gerstner aus Bad Vöslau ist sein Mandat jedenfalls los, denn dafür hätte man 20 % der Stimmen gebraucht.. Enttäuscht analysiert er: "Die Berichterstattung hat uns definitiv sehr geschadet - sei es die künstlich aufgebauschte Spesenpolitik von HC Strache oder der Zaunbau von Hofer um sein Haus, den die Partei und nicht der Staat finanzierte. Er hat ja Morddrohungen bekommen damals im Bundespräsidentenwahlkampf, aber das wurde nicht aus Steuergeldern finanziert." Auch im Bezirk Baden sieht es für Gerstner FPÖ-mäßig nicht rosig aus, wenn auch das Ergebnis mit ca. 18 % über dem Bundesschnitt liegt. Die Hochburgen der Blauen: Mitterndorf, Blumau, Furth, Reisenberg. In der Heimatgemeinde von Peter Gerstner, in Bad Vöslau, wurde die FPÖ von den Grünen überholt.

Das sind die Gemeinden im Bezirk Baden

Alland, Altenmarkt an der Triesting, Bad Vöslau, Baden, Berndorf, Blumau-Neurißhof, Ebreichsdorf, Enzesfeld-Lindabrunn, Furth an der Triesting, Günselsdorf, Heiligenkreuz, Hernstein, Hirtenberg, Klausen-Leopoldsdorf, Kottingbrunn, Leobersdorf, Mitterndorf an der Fischa, Oberwaltersdorf, Pfaffstätten, Pottendorf, Pottenstein, Reisenberg, Schönau an der Triesting, Seibersdorf, Sooß, Tattendorf, Teesdorf, Traiskirchen, Trumau, Weissenbach an der Triesting

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Autor:

Manfred Wlasak aus Triestingtal

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