Reisen in Corona-Zeiten

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Urlaube? Dienstreisen? Wie gehen unsere Firmen mit der Corona-Gefahr um? Darf ein Dienstgeber private Urlaubsreisen in betroffene Gebiete verbieten? Und wie wirkt sich die Viruspanik in der Tourismusstadt Baden aus? Viele Fragen...

BEZIRK BADEN. Die NÖM Baden etwa hat alle Dienstreisen in betroffene Gebiete gestoppt. "Nötige Meetings werden als Videokonferenzen abgehalten", teilt NÖM-Sprecherin Christina Keil auf Anfrage mit. "In Bezug auf Privaturlaube in betroffene Regionen vertrauen wir auf die Vernunft unserer Mitarbeiter, zum Glück ist gerade keine Haupturlaubszeit."
Die Sparkasse Baden ist, so teilt Vorstand Roman Dopler mit, gut auf die aktuelle Situation vorbereitet. Da die Sparkasse Baden eher regional aufgestellt ist, stellt sich die Problematik von Dienstreisen in vom Virus befallene Länder weniger. Allerdings gibt es viel Kundenkontakt, und daher ist man besonders vorsichtig. "Mitarbeiter, die in einem betroffenen Land auf Urlaub waren, sind angehalten, nach ihrer Rückkehr zwei Wochen lang von zu Hause aus zu arbeiten", so Dopler. Derzeit würden die bestehenden Home Office-Kapazitäten der Sparkasse ausgebaut. "Unsere Systeme ermöglichen prinzipiell auch den Zugriff auf betriebsinterne Netzwerke von Zuhause aus."

Der Virus im Arbeitsrecht

Dürfen eigentlich Dienstgeber Urlaubsreisen in betroffene Länder prinzipiell verbieten? Oder dürften Mitarbeiter nach Rückkehr aus einem betroffenen Land gezwungen werden, unbezahlten Urlaub zu nehmen? Wäre es gar ein Kündigungsgrund? Das fragten wir die Abteilung Arbeitsrecht in der Arbeiterkammer. Die Antwort: "Was Dienstnehmer im Urlaub tun, geht Dienstgeber nichts an. Falls jemand in ein betroffenes Gebiet reist und sich dann tatsächlich ansteckt, könnte es sein, dass im Krankheitsfall die Entgeltfortzahlung durch die Krankenkasse entfällt. Im extremsten Fall könnte dem Dienstnehmer auch grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden, was dann zu einer Entlassung führen könnte. Solche Fälle müssten aber erst ausjudiziert werden."

"Kleine Delle" in Baden

In der Tourismusstadt Baden gibt es derzeit einen Rückgang an Gästen, die sich - so Tourismusdirektor Klaus Lorenz - auch in den Statistiken widerspiegeln werden, aber: "Es ist derzeit nur eine kleine Delle." Man verstärke die Werbeaktivitäten in Richtung östliche Nachbarn. Teilweise werden jedoch auch internationale Messen abgesagt und vieles müsse online abgewickelt werden.

Badens Tourismusdirektor Klaus Lorenz: Weniger Gäste, aber vorerst nur eine "kleine Delle" in der Statistik.
Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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