Schwerpunkt "Lehre"
Sichere Zukunft in unsicheren Zeiten

Eine Lehrausbildung gibt vor allem in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten Perspektiven für die Zukunft.
  • Eine Lehrausbildung gibt vor allem in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten Perspektiven für die Zukunft.
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  • hochgeladen von Verena Riegler

Viele systemrelevante Branchen basieren auf der Arbeit von Fachkräften. Dem voraus geht eine Lehrausbildung.

LEOBEN. "Eine Lehrstelle ist eine absolut sichere Sache. Gerade in unsicheren Zeiten bietet eine Lehre viel Sicherheit", betont Alexander Sumnitsch, der Regionalstellenleiter der Wirtschaftskammer Leoben. Er bestätigt damit das Image von Lehrlingen, die häufig als "besonders heiße Aktien auf dem Arbeitsmarkt gehandelt werden" – auch beziehungsweise vor allem in unsicheren Zeiten. Denn die Coronakrise und gerade der Lockdown haben einmal mehr sichtbar gemacht, wie wertvoll Fachkräfte für den Erhalt unserer Gesellschaft sind: Ohne Verkäufer wäre die Lebensmittelversorgung nicht sichergestellt gewesen, ohne Elektriker hätte zum Beispiel die Versorgung auf der Intensivstation nicht funktioniert und ohne IT-Techniker wäre das so zahlreich genutzte Home Office niemals möglich gewesen. Lehrlinge beziehungsweise Fachkräfte sind absolut systemrelevant und sorgen dafür, dass unsere Gesellschaft auch in Krisensituationen funktioniert. 

Lehrlinge sind gefragt

Und dass Lehrlinge nach wie vor absolut gefragt sind, zeigen auch die aktuellen Zahlen des AMS, wie Alexander Sumnitsch betont: "Mit Ende August hat es im Bezirk Leoben 65 offene Lehrstellen gegeben. Das entspricht einem Plus von 50 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Unternehmen brauchen Fachkräfte."
Was im Gegenzug aber auffällt, so Sumnitsch, seien die geringen Zahlen der Lehrstellensuchenden. "Ich denke, dass möglicherweise aufgrund des Lockdowns auch viele Informationsveranstaltungen zum Thema Lehrstelle nicht stattgefunden haben und die Firmen ihren Kopf einfach woanders hatten, als bei der Bewerbung von Lehrstellen und dem Recruiting", vermutet Sumnitsch das mäßige Interesse an Lehrstellen.

Eigeninitiative beweisen

Die gute Nachricht: Aufgrund dieser Situation ist es auch jetzt noch nicht zu spät, sich um eine Lehrstelle zu bewerben. "Informationen darüber, welche Betriebe aktuell auf der Suche sind, liegen beim AMS auf", sagt Sumnitsch. Darüber hinaus gibt die Homepage lehrbetriebsuebersicht.wko.at der WKO detaillierte Einblicke: Dort lässt sich das aktuelle Angebot sogar nach Lehrberufen,  Bezirken und Gemeinden abrufen.
Für all jene, die sich für eine bestimmte Lehrstelle interessieren, hat Sumnitsch noch einen zusätzlichen Rat: "Eigeninitiative ist nie verkehrt. Am besten persönlich zu den Betrieben hingehen und die Bewerbungsunterlagen abgeben. Das zeugt von Engagement und potenzielle Arbeitgeber können sich gleich einen ersten Eindruck verschaffen."

Ständige Modernisierung

Ein weiterer Vorteil der Lehrausbildung: "Das Lehrstellenangebot wird laufend modernisiert und ,entstaubt‘. Alleine heuer wurden 31 Lehrberufe modernisiert, zwei neue – Eventkaufmann/-frau und Assistent/-in in der Sicherheitsverwaltung – sind in diesem Jahr hinzugekommen", erklärt Alexander Sumnitsch. Nicht allen ist aber bewusst, dass es bereits viel mehr als die "klassischen" Lehrberufe wie Tischler oder Elektriker gibt. Dabei gibt es in Österreich insgesamt rund 200 Lehrberufe, von denen über 100 auch im Bezirk Leoben angeboten werden.
Hinzu kommen die vielfältigen Möglichkeiten, die eine Lehrausbildung mittlerweile zu bieten hat. Neben Karrieremöglichkeiten wie der "Lehre mit Matura" kann man sich bei Berufsmeisterschaften auch zum Europa- oder Weltmeister küren.

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