Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024
Teresa Kaineder leitet die kirchlichen Projekte

Teresa Kaineder leitet die kirchlichen Projekte im Rahmen der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024.
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  • Teresa Kaineder leitet die kirchlichen Projekte im Rahmen der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024.
  • Foto: Ferdinand Kaineder
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Teresa Kaineder leitet die kirchlichen Projekte für die Kulturhauptstadt 2024. "Kunst und Kultur sind für mich notwendige Lebens- und Grundnahrungsmittel, so auch die Kirche", erzählt Kaineder.

BAD ISCHL. Die aus Linz stammende Teresa Kaineder ist seit September Leiterin der kirchlichen Projekte für die Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024. Sie pendelt zwischen den Pfarrbüros Bad Ischl und Laakirchen. Kaineder ist für ihre Arbeit am liebsten in der Region unterwegs.

Wo sind Sie geboren und aufgewachsen?
Ich bin in Linz geboren. Dort habe ich bis zu meinem neunten Lebensjahr gelebt. Danach übersiedelte meine Familie ins Mühlviertel nach Kirchschlag bei Linz. Ich kenne also beides: das Leben in der Stadt, aber auch das Leben in einem kleinen Ort.

Was für Ausbildung haben Sie absolviert?

Ich studierte an der Universität Salzburg Katholische Religionspädagogik und am Mozarteum Textiles Gestalten. Nach der Matura war ein einjähriges freiwilliges soziales Jahr in Frankreich in einer Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen auch sehr prägend für mich.

In welchen Bereichen waren Sie bisher beruflich tätig?
Ich war in der kirchlichen Jugendarbeit tätig und „Beauftragte für Jugendpastoral“ für acht Pfarrgemeinden in Urfahr im Linzer Norden. Dazu kam die Funktion der Dekanatsassistentin im Dekanat Linz-Nord. Auch hier war viel Vernetzungsarbeit gefragt, Organisation von Konferenzen und Zukunftsprozessen. Ein Hauptprojekt war die Jugendkirche Linz, den „Grünen Anker“, mit aufzubauen. Das beinhaltete Kulturarbeit: die Gesamtleitung von Jugendtheaterproduktionen, Konzertveranstaltungen, Entwicklung und Durchführung von religionspädagogischen Erlebnisausstellungen sowie Kooperationen mit Kulturvereinen. Zusätzlich habe ich pfarrübergreifende Feste, „Kirtage“ mit Rahmenprogramm und Konzerten organisiert.

Was hat Sie bewegt sich für die Stelle der Leiterin der kirchlichen Projekte im Rahmen der Kulturhauptstadt 2024 zu bewerben?

Grundsätzlich spürte ich, dass es Zeit war für eine berufliche Veränderung. Als Linzerin ist man mit den Erfahrungen und den Nachwirkungen der Kulturhauptstadt linz09 konfrontiert. Sie hat spannende Dynamiken ausgelöst. Die Schnittstelle Kunst/Kultur und Kirche gefällt mir. Bei so einem Vorhaben dabei sein und mitwirken zu können, das klang spannend. Somit habe ich auch einen Wechsel von der Stadt „aufs Land“ in Betracht gezogen.

Was schätzen Sie in unserer Region am meisten? Wie gefällt es Ihnen in Bad Ischl?

Es gefällt mir sehr gut! Ich wurde sehr freundlich empfangen. Einige sehr engagierte Menschen, Einrichtungen und Initiativen durfte ich bis jetzt bereits kennenlernen. Da hat mich manches überrascht und beeindruckt. Für viele ist das Salzkammergut ein Sehnsuchtsort. Wir wissen, das stellt die Menschen, die hier leben, auch vor Herausforderungen. Dass sich Bad Ischl bzw. die Region dieser Herausforderung und Chance einer Kulturhauptstadt stellt, gefällt mir.

Welche kirchlichen Projekte sind für die Kulturhauptstadt 2024 geplant?
Der Stein kommt ins Rollen. Ideen stehen im Raum, werden gerade entwickelt und zusammengetragen. Wir möchten in engem Austausch mit dem Büro der Kulturhauptstadt stehen. Deshalb freue ich mich auf ein Kennenlernen des Leitungsteams.

Was ist Ihr persönliches Anliegen als Leiterin dieser Aufgabe?

Viele Pfarren sind mit ihren Angeboten und Räumen kulturelle Nahversorger. Besonders im Kulturhauptstadtjahr soll das verstärkt wahrnehmbar sein, geöffnet für eine größere Dimension. Mit Projekten eine „Zusammenhaltskultur“ zu fördern wäre ein Anliegen, sowie Freiräume und offene Orte anzubieten.

Welche Pfarren und Institutionen werden im Bezirk miteinbezogen und wie läuft die Zusammenarbeit?

Es war ein Beschluss der großen kirchlichen Gremien hier in der Region, aller katholischen Pfarren im Dekanat Gmunden und Bad Ischl und weiteren kirchlichen Knotenpunkte wie Regionalcaritas und Katholische Jugend, dass diese Stelle geschaffen wurde. Sie sind somit „on Board“ und haben damit eine grundsätzliche Bereitschaft erklärt. Es laufen bereits Gespräche in regionalen Teams wie die der Katholischen Jugend und Bibliotheken. Gleichzeitig werde ich mit engagierten, interessierten Menschen Ideen zusammentragen und entwickeln - natürlich immer mit Rückbindung an die Pfarren und der künstlerischen Leitung der Kulturhauptstadt.

Inwieweit beeinflusst Sie das Thema Corona in Bezug auf Ihre Projektarbeit?

Der Kunst- und Kulturbereich leidet massiv unter den Covid-Verordnungen. Der Blick bleibt gerade oft bei den großen Einrichtungen hängen. Die selbständigen Künstler und kleineren Initiativen stehen gerade im Schatten. Sie sind es aber, die ländliche Regionen stark mitgestalten. Das birgt sicher Herausforderungen für die Zukunft. In dieser schwierigen Zeit kostet es viel Energie, die Ist-Situation zu händeln. Miteinander unbeschwert planen und Ideen zu spinnen, überhaupt Menschen zu treffen, wurde erschwert. Gleichzeitig steigt meine Sehnsucht danach, wieder zusammenkommen zu können, auch bei Kunst und Kultur. Das motiviert mich für meine Arbeit. Wir Menschen brauchen Kunst und Kultur. Sie sind Grundnahrungsmittel.

Teresa Kaineder leitet die kirchlichen Projekte im Rahmen der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024.

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