WKO-Stimmungsbarometer
Bezirk Leoben: Ein Silberstreif am Wirtschaftshorizont

 WKO-Regionalstellenobfrau Elfriede Säumel und Regionalstellenleiter Alexander Sumnitsch informierten über die wirtschaftliche Situation im Bezirk Leoben.
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Die Wirtschaftsdaten im Bezirk Leoben sind auf Tiefststand, doch es gibt Anzeichen einer Entspannung.

LEOBEN. „Man kann zwar zurzeit nur sehr schwer in die Zukunft sehen, aber wenn keine weiteren einschneidenden Corona-Maßnahmen kommen, könnte die wirtschaftliche Talsohle durchschritten sein“, sagte Elfriede Säumel, Regionalstellenobfrau der Wirtschaftskammer Leoben, im Rahmen eines Pressegespräches. Positiv sei auch, dass es im Bezirk Leoben doch zahlreiche Investitionen der Industrie und öffentlichen Hand gibt, wie etwa bei AT&S, Wolf Plastics, Knapp und Mayr-Melnhof und es eine rege Bautätigkeit der öffentlichen Hand, wie beispielsweise der Live Congress Leoben sowie die Erweiterung des Campus der Montanuniversität gibt.

Historischer Tiefststand

"Sämtliche Wirtschaftsdaten am aktuellen Konjunkturbarometer (Anm. Stand November 2020) befinden sich auf einem historischen Tiefststand. Doch das Stimmungstief dürfte hoffentlich erreicht sein", berichtete Säumel. Alle abgefragten Kennzahlen wie Gesamtumsatz (-59,8%), Auftragslage (-70,1%), Investitionen (-48,1%) und Beschäftigung (-46,9%) weisen noch nie dagewesene Minuswerte auf und spiegeln die massive Verschlechterung der Geschäftslage der heimischen Unternehmen wider. Die Corona-Maßnahmen haben sich demnach auch massiv auf die heimische Wirtschaft ausgewirkt und das Wirtschaftsklima befindet sich auf einem beispiellosen Tiefststand. So sahen rund 93,1 Prozent der befragten Unternehmen eine Verschlechterung des Wirtschaftsklimas gegenüber dem Vorjahr. Die Befragung zeige aber auch leichte Anzeichen einer Entspannung, die Erwartungshaltung der Unternehmen und die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten werden deutlich positiver gesehen, zeigt die WKO-Umfrage.

Frauen auf der Überholspur

Weiterhin über der 4.000er-Marke liegt die Zahl der Wirtschaftskammermitglieder: Zu Jahresbeginn 2021 waren es im Bezirk Leoben 4.066, von denen 3.352 aktiv ihr Gewerbe ausgeübt haben. "Dies bedeutet im Jahresvergleich eine Zunahme von 48 Unternehmen. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Kammermitglieder um insgesamt 642 (+ 19%) gestiegen", berichtete WKO-Regionalstellenleiter Alexander Sumnitsch.
Die meisten Mitglieder weist die Sparte Gewerbe und Handwerk mit 1.766 auf, gefolgt vom Handel mit 974 und der Sparte Information und Consulting mit 484 Mitgliedern. Der Anteil der sogenannten Ein-Personen-Unternehmen liegt bereits bei 60 Prozent und auch die Unternehmerinnen befinden sich weiterhin auf der Überholspur. Waren es nämlich 2010 38 Prozent so lag der Unternehmerinnenanteil 2020 – und dies ohne Berücksichtigung der Personenbetreuerinnen – bei 50,4 Prozent.

Daten & Fakten

  • Im Bezirk Leoben wurden im vergangenen Jahr 219 Gewerbe neu angemeldet, womit das hohe Niveau der Vorjahre trotz Corona gehalten wurde.
  • In 1.229 gewerblichen Betrieben wurden zum Stichtag 31. Juli 2020 15.712 Arbeitnehmer beschäftigt. Damit ist die Zahl der Arbeitgeberbetriebe konstant geblieben, aber bei den Beschäftigten gab es im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 465 Arbeitnehmern.
  • Die meisten Dienstnehmer beschäftigt die Industrie mit 6.140, gefolgt vom Gewerbe und Handwerk (3.790) und dem Handel (2.032).
  • Mit Ende Jänner waren im Bezirk Leoben 2.405 Personen arbeitslos gemeldet, dies bedeutet ein Plus von 540 Personen gegenüber dem Vorjahr.
  • Mit einer Arbeitslosenquote von 9,6 Prozent liegt unser Bezirk zwar leicht unter dem Steiermarkdurchschnitt, aber im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 29 Prozent gestiegen.

Quelle: WKO Regionalstatistik


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