Wirtschaft
Wirtschaftsbund fordert Öffnungs-Schritte vor Ostern

Bernhard Ebner, Landesgeschäftsfüher der VPNÖ, Harald Servus, Direktor des NÖ Wirtschaftsbundes, VP-Klubobmann-Stellvertreter Kurt Hackl
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  • Bernhard Ebner, Landesgeschäftsfüher der VPNÖ, Harald Servus, Direktor des NÖ Wirtschaftsbundes, VP-Klubobmann-Stellvertreter Kurt Hackl
  • Foto: Karin Zeiler / Bezirksblätter NÖ
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Reaktivierung der Corona-Ampel, Wohnzimmertests müssen als Eintrittstests anerkannt werden und Aussetzung der Tourismusabgabe für 2021: Das sind die Forderungen der VPNÖ und des NÖ Wirtschaftsbundes.

NÖ. Den Kopf zurücklegen, den Mund leicht öffnen, das Staberl kommt und schon wird der Coronatest durchgeführt. Das hoffentlich negative Ergebnis lässt nicht lange auf sich warten, ebenso der lang ersehnte Friseurtermin. Doch würde die Vorlage eines negativen Testergebnisses nicht auch in der Gastro oder im Tourismus reichen?

Rahmenbedingungen schaffen

Im Rahmen einer Pressekonferenz der VPNÖ und des Wirtschaftsbundes wurde aufgezeigt, wie es der Wirtschaft geht. Die einen stehen vor großen Schwierigkeiten, bei den anderen läuft das Geschäft, weil wir Niederösterreicher jetzt vermehrt zu regionalen Produkten greifen.

Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner
  • Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner
  • Foto: VPNÖ
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"Die Politik kann keine Arbeitsplätze erfinden", so Bernhard Ebner, Landesgeschäftsfüher der VPNÖ, der zugleich jedoch betont, dass aber die Rahmenbedingungen geschaffen werden können. Und das wurde in NÖ auch getan. Unverzüglich wurde voriges Jahr bereits per 11. März das erste von 20 Hilfspaketen geschnürt – nämlich

"die Haftungsübernahmen, um den Firmen gleich unter die Arme zu greifen".

Man müsse die richtigen Impulse setzen, spricht er das Thema der Digitalisierung und somit der Aktion Digi4wirtschaft an. Ebners Appell: Hygienebestimmungen einhalten, Coronazahl niedrig halten und regionale und heimische Produkte in Niederösterreich kaufen oder bestellen.

109 Tage Ungewissheit

Harald Servus, Direktor des NÖ Wirtschaftsbundes, schlägt in die gleiche Kerbe, mahnt, testen zu gehen und informiert über die aktuelle Situation nach den ersten Eröffnungsschritten vor gut zwei Wochen.

"Die Zahlen sind im ganzen Land im großen und ganzen stabil, es war richtig, zu öffnen",

bekräftigt er.

Harald Servus, Direktor des NÖ Wirtschaftsbundes
  • Harald Servus, Direktor des NÖ Wirtschaftsbundes
  • Foto: Karin Zeiler / Bezirksblätter NÖ
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Wenn da nicht das große ABER käme. Nämlich, dass Gastro und Tourismus geschlossen sind. Und das bedeutet "sage und schreibe 109 Tage kein Umsatz und Ungewissheit, jedoch Fixkosten". Für Servus steht fest, es braucht weitere Öffnungsschritte vor Ostern.

Testen, testen und nochmals testen

Eintausend Firmen bieten schon Testungen für ihre Mitarbeiter an, 1.500 haben dies schon angenommen. Insgesamt 177 niederösterreichische Betriebe haben eigene Teststraßen eingerichtet, zusätzlich zu 290 Teststraßen in den Gemeinden und 130 in Apotheken, sowie jene fünf der Sozialpartner.

"Allerdings könnte das Testsystem rasch an die Kapazitätsgrenze kommen, wenn weitere Öffnungsschritte erlaubt werden",

so der Direktor, dass man daher die Coronaampel und das Contact Tracing reaktivieren und Wohnzimmer- als Eintrittstests anerkennen solle. Man setze auf die Eigenverantwortung.

Aussetzung der Tourismusabgabe

"Für Unternehmer ist die anhaltende Coronakrise eine Herausforderung", führt  VP-Klubobmann-Stellvertreter Kurt Hackl aus. Besonders stark betroffen sind – wie auch Servus sagte – Tourismus und Gastro. Auch aus diesem Grund habe man die Aussetzung der NÖ Tourismusabgabe, also der sogenannten Interessensabgabe, im NÖ Landtag im letzten Jahr umgesetzt, 20.000 Betriebe wurden dadurch um etwa zehn Millionen Euro entlastet.

VPNÖ-Klubobmann Stellvertreter Kurt Hackl.
  • VPNÖ-Klubobmann Stellvertreter Kurt Hackl.
  • Foto: VPNÖ
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Und das soll auch für das Jahr 2021 gelten – zumindest wird dies am kommenden Donnerstag, 25.2., – ebenso im Landtag – zur Abstimmung gebracht. „Besonders in einem Jahr, wo es leider kaum touristische Aktivitäten in Niederösterreich gibt und die allgemeine finanzielle Situation der Betriebe besonders angespannt ist, wäre die Einhebung der Abgabe unangebracht und hätte wohl breiten Unmut hervorgerufen“, so der Abgeordnete.
Für ihn steht jedenfalls fest: "Was beim Friseur funktioniert, funktioniert auch in der Gastro und im Tourismus", so Hackl, dass weitere Öffnungsschritte getätigt werden sollen.

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