Alkoholverbot am Julius-Tandler-Platz gefordert

Gregor Amhof, Klubchef der FPÖ Alsergrund, fordert ein Alkoholverbot am Julius-Tandler-Platz.
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  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

Die Bezirks-FPÖ fordert ein "sektorales Alkoholverbot" am Julius-Tandler-Platz und auf der Friedensbrücke. Ganz nach dem Vorbild des Pratersterns.

ALSERGRUND. Folgt nach dem Alkoholverbot am Praterstern und am Vorplatz des Floridsdorfer Bahnhofes auch der Julius-Tandler-Platz? Wenn es nach der Bezirks-FPÖ geht, sollte das schon längst umgesetzt sein. "Wir fordern am Alsergrund schon länger ein Alkoholverbot am Julius-Tandler-Platz", sagt Andreas Hufnagl, Pressesprecher der FPÖ Wien. Man stoße mit dieser Initiative jedoch im Bezirk auf taube Ohren.

In der Bezirksvertretungssitzung im Juni wurde bereits ein Antrag eingebracht. Dieser wurde aber vom Vorsitzenden nicht zur Behandlung zugelassen. "Aufgrund einer eigenartigen und nicht nachvollziehbaren Auslegung der Wiener Stadtverfassung", schreibt die FPÖ in einer Aussendung.

Im Interesse der Pendler

Deswegen wurde in der vergangenen Sitzung ein Resolutionsantrag eingebracht. Dieser besagt, dass sich die Alsergrunder Bezirksvertretung dafür ausspricht, "eine Alkoholverbotszone mit Ausnahme der Gas-tronomie nach dem Vorbild am Praterstern einzurichten". Darin sollen auch das Gebiet zwischen der Nordbergstraße und der Alserbachstraße sowie der Vorplatz der Station Friedensbrücke einbezogen werden. Das Ziel ist dabei der Schutz der Pendler.

„Es ist mit einem Verdrängungseffekt durch die Zone am Praterstern sowie durch weitere in Planung befindliche Zonen wie die am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf zu rechnen", sagt Gregor Amhof, Klubchef der FPÖ Alsergrund. Damit verschiebe sich auch die Klientel aus diesen Vierteln und Schnorrerei und Bettelei könnten so auch in die Alsergrunder Grätzel kommen.

Mehr Polizei als Lösung?

Immer wieder wurde am Praterstern erhöhte Polizeipräsenz gefordert. Auch die Schließung der dortigen Inspektion wurde häufig kritisiert. Jetzt ist die Präsenz so hoch, dass man schnell das Gefühl bekommt, man stehe ständig unter Beobachtung. Für die Polizei herrschen am Julius-Tandler-Platz die gleichen Probleme wie auf anderen Plätzen, wo man bis spätnachts oder auch am Sonntag einkaufen kann. "Natürlich gibt es auf solchen Plätzen eine gewisse Klientel, aber wir haben das im Blick und führen regelmäßig Bestreifungen durch", sagt Harald Sörös von der Polizei Wien.

Bezirkschefin Saya Ahmad (SPÖ) hält ein Alkoholverbot für wenig effektiv: "Ich denke, es ist weit sinnvoller, mit Sozialarbeitern zu sprechen." Außerdem würde sich das Problem nicht lösen, sondern nur verschieben. "Unter Umständen auch ins Wohngebiet, und das will ich auf keinen Fall", so die Bezirksvorsteherin.

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