Alsergrund setzt sich für AUVA ein

Vor dem Unfallkrankenhaus Meidling protestierten besorgte Bürger in Form einer Menschenkette.
  • Vor dem Unfallkrankenhaus Meidling protestierten besorgte Bürger in Form einer Menschenkette.
  • Foto: Karl Pufler
  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

ALSERGRUND. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ist zurzeit in aller Munde. Die Regierung hat einen extremen Sparkurs angekündigt. Die Verwaltung soll optimiert werden und Leistungen, für die die AUVA nicht zuständig sein soll, sollen gekürzt werden. Dagegen gab es bereits Proteste vor dem Unfallkrankenhaus Meidling, das von der AUVA betrieben wird. Der Alsergrund – übrigens der Bezirk mit den meisten Krankenhäusern in ganz Wien – setzt nun auch ein Zeichen gegen die „Zerschlagung der AUVA“: In der vergangenen Bezirksvertretungssitzung brachten die SPÖ und die Grünen eine Resolution mit dem Titel „Keine Zerschlagung der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt“ ein.

Sicherheit am Arbeitsplatz

Ohne die Reha-Zentren und Unfallkrankenhäuser der AUVA orten die SPÖ und die Grünen eine Gefahr für die Sicherheit am Arbeitsplatz, die finanzielle Unterstützung der Versicherten und andere Leistungen. „Ohne die AUVA sind diese wichtigen und notwendigen Leistungen für die Menschen nicht zu erbringen“, so SPÖ-Klubvorsitzender Klaus Koberwein und Grünen-Klubvorsitzende Josefa Molitor-Ruckenbauer unisono.
Kritik an dieser Resolution gibt es von den Neos, der FPÖ und der ÖVP. "Das ist die falsche Bühne für diese Diskussion. Rot-Grün versucht hier, ein bundespolitisches Thema in den Bezirk zu holen", sagt Neos-Klubvorsitzender Szabolcs Nagy. Der Bezug zum Bezirk sei für die SPÖ und die Grünen ganz klar, denn einige Versicherte seien auch am Alsergrund zu Hause. Außerdem übernehme die AUVA seit Neuestem Patienten aus dem AKH. Dem AKH gehe der Platz aus. Trotzdem protestierten die Neos und nahmen nicht an der Abstimmung teil.

FPÖ und ÖVP dagegen

Die Klubvorsitzende der ÖVP Alsergrund, Elisabeth Fuchs, betont die aktuelle Lage der AUVA und kritisiert die Diskussion, "bevor überhaupt alle Fakten am Tisch sind". Sie gibt bezüglich einer Zerschlagung Entwarnung: "Das System soll verschlankt werden, da viel Geld verloren geht." Die FPÖ schließt sich dieser Kritik an, Bezirksrat Peter Krüger argumentiert ebenfalls mit einer schlankeren Struktur: "Wir brauchen keine Schreibtischburgen, sondern Unfallkrankenhäuser." Beide Parteien lehnten daher die Resolution der Alsergrunder SPÖ und Grünen ab.

Trotzdem angenommen

Die drei anderen Parteien neben der SPÖ und den Grünen stellten sich klar gegen die eingebrachte Resolution. Rot und Grün stimmten dafür, wodurch diese Resolution trotzdem angenommen wurde.
Zusätzlich zu der damit einhergehenden Stellungnahme, dass sich der Bezirk klar gegen eine Zerschlagung der AUVA ausspricht, wird auch eine Unterschriftenaktion unterstützt: Online unter mein.aufstehn.at kann die Petition zur Erhaltung der AUVA unterzeichnet werden.

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