Abbruch am Franz-Josefs-Bahnhof
Arbeiten für das Althan Quartier beginnen

So sieht es derzeit noch am Franz-Josefs-Bahnhof aus: Das markante Glasgebäude soll frühestens nächstes Jahr abgebrochen werden.
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  • Foto: Stadt Wien
  • hochgeladen von Christine Bazalka

Die Abbrucharbeiten am Franz-Josefs-Bahnhof beginnen demnächst, und zwar in der Nordbergstraße 13. 

ALSERGRUND. Jetzt wird es ernst im Althanviertel: Die Abbrucharbeiten des Projektentwicklers 6B47, der anstelle des ehemaligen Bürokomplexes über und hinter dem Franz-Josefs-Bahnhof zwei Wohnbauten, ein Bürogebäude und ein Hotel bauen will, beginnen dieser Tage.

Zuerst ist das ehemalige Bürogebäude in der Nordbergstraße 13 dran. Das Abbruchunternehmen beginnt zunächst mit der Entkernung des Gebäudes, in den nächsten vier Monaten wird dann das Äußere abgetragen. In den Wintermonaten, so der Bauträger, falle die Belästigung durch Staub und Lärm geringer aus. Alle Arbeiten sollen werktags zwischen 6 und 20 Uhr durchgeführt werden.

Nach dem erfolgten Abbruch wird dann das Wohnhaus "Sophie" errichtet, in dem etwa 130 freifinanzierte Eigentumswohnungen Platz finden werden. Deren Vermarktung soll mit Baubeginn starten. 

250 freifinanzierte Eigentumswohnungen

Mit den Abbrucharbeiten für das angrenzend geplante Wohnhaus, das der Bauträger "Joseph" getauft hat, wird etwa ein halbes Jahr später begonnen. Auch dort entstehen freifinanzierte Eigentumswohnungen, insgesamt werden es etwa 250 sein. 

Die Neugestaltung des großen Glashauses, das früher von der Bank Austria genutzt wurde, wird erst in einigen Monaten, voraussichtlich Anfang 2021, in Angriff genommen. Es wird wieder als Bürogebäude dienen. Auch die Stiege wird erst dann abgetragen. Dafür soll ein großes Staubnetz über die gesamte Fassade gespannt werden. Die Baubescheide für das Bürogebäude und das Wohnhaus "Sophie" werden mit Ende des Jahres erwartet.

Die Bestandsmieter im Bahnhof – also Billa, McDonald’s, eine Trafik und Bipa – werden vorerst nicht übersiedeln, sondern bleiben während der Arbeiten im Gebäude. In der Althanstraße sind dann noch die Modernisierung der Hochgarage und ein Hotel geplant. Darüber laufen derzeit Verhandlungen mit einem möglichen Betreiber.

Finanzielle Beteiligung gefordert

Ursprünglich war auf dem Gelände unter anderem ein Hochhaus geplant gewesen. Dagegen gab es jedoch massive Anrainerproteste. Auch sozialer Wohnbau wurde seitens des Bezirks und der Stadt gewünscht. Nach anfänglicher Zustimmung gab der Bauträger aber bekannt, dass leistbares Wohnen auf dem Areal doch nicht vorgesehen sei. Deshalb gab es nun keine Widmungsänderung und darum auch keine Möglichkeit, mit dem Bauträger über die Art der Wohnungen oder Freiflächen zu verhandeln. Nun werden ausschließlich freifinanzierte Eigentumswohnungen errichtet. 

Mit dem Ergebnis der Verhandlungen ist die Bürgerinitiative zufrieden. Auch Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ) nimmt sie zur Kenntnis: "Ich habe immer gesagt, dass es für eine Umwidmung auch sozialen Wohnbau geben muss." Von 6B47 wünscht sie sich eine finanzielle Beteiligung an der Umgestaltung des Julius-Tandler-Platzes und wird Verhandlungen in diese Richtung aufnehmen. "Der Bauträger hat ja auch etwas davon, wenn der Vorplatz schön ist", sagt sie. Auch Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin Momo Kreutz (Grüne) will, dass der Bauträger bei der Attraktivierung des umliegenden Grätzels in die Pflicht genommen wird. Sie möchte einen erneuten Anlauf starten, mit dem Investor leistbaren Wohnraum im Viertel zu schaffen.

Althan Quartier ohne leistbares Wohnen

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