Leere Geschäfte
Das Lichtental kämpft mit dem Leerstand

In der viel befahrenen Liechtensteinstraße stehen viele Lokale leer. Hier gleich zwei nebeneinander.
  • In der viel befahrenen Liechtensteinstraße stehen viele Lokale leer. Hier gleich zwei nebeneinander.
  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

Seit dem Auszug der Bank Austria aus dem Franz-Josefs-Bahnhof stehen einige Lokale im Lichtental leer. Das Grätzel braucht dringend einen Aufschwung.

ALSERGRUND. Schon 2017 stellte die Wirtschaftskammer Wien (WKW) eine Analyse des Althangrunds auf. Der Abzug der Bank Austria wurde als großes Risiko eingestuft, wobei das neue Althan Quartier mit 2.000 neuen Arbeitsplätzen dem gegensteuern könnte. Nach den vielen Diskussionen wackelt der rechtzeitige Baustart allerdings. Immer noch wird auf die neue Flächenwidmung gewartet, die das Althan Quartier erst möglich machen würde.

Was heißt es also, wenn der Bereich um den Franz-Josefs-Bahnhof weiter leer bleibt? Momentan sieht es auf jeden Fall nicht gut aus. Vor allem das Lichtental wirkt ein wenig verlassen. Selbst am Nachmittag, wenn die meisten schon wieder von der Arbeit zu Hause sind, ist im Grätzel kaum etwas los. Ein paar Eltern gehen mit ihren Kindern spazieren, wieder andere mit ihren Hunden durch die Gassen. Geht man selbst einmal spazieren, fällt einem vor allem die leere Erdgeschoßzone auf. Geschäfte stehen leer, Metallgitter sind heruntergelassen und es scheint kein Lebenszeichen zu geben.

Leer, aber keine Vermietung

Dass es nur noch wenige Geschäfte gibt, liegt auch daran, dass viele Lokale als Lager verwendet werden. Der Schein kann also trügen: Die Türen sind zwar geschlossen, aber im Inneren tut sich etwas. Von einer "attraktiven Erdgeschoßzone" kann jedoch keine Rede sein.
Was auch auffällig ist: Einige Geschäfte stehen zwar leer, man findet jedoch keinen Hinweis auf eine erneute Vermietung. Weder Handynummern noch E-Mail-Adressen sind für potenzielle Nachmieter ausgehängt. Im Lichtental sind es nur vereinzelte Geschäfte, weiter in Richtung Liechtensteinstraße wird es aber schlimmer. Gerade dort, wo man sich mehr Bewegung und Kundschaft erwartet, steht ein Geschäft nach dem anderen leer.

WKW behält das im Auge

Die Wirtschaftskammer hat in ihrer Analyse schon 2017 festgestellt, dass es nicht gut um das Grätzel westlich des Bahnhofs steht. Es sei eine "besorgniserregende Situation" im Lichtental. Viele Vermieter hätten außerdem gar kein Interesse an Nachmietern. So entstehe eine Art "Cluster des Leerstandes", wie es die Wirtschaftskammer ausdrückt. Soll heißen: Speziell in diesem Gebiet sammeln sich die leer stehenden Geschäftslokale.
Wie sich die Situation mit dem neuen Althan Quartier verändern könnte, darüber lässt sich nur spekulieren. Für die Bezirksobfrau der Wirtschftskammer, Vera Schmitz, ist der Bau des Althan Quartiers eine Riesenchance, die man auch nützen sollte. "Wichtig ist hier die Kommunikation. Man muss sich zusammensetzen und gemeinsam eine Lösung finden", so Schmitz. Das Althan Quartier wäre eine Chance für die Wirtschaft im gesamten Bezirk.

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