Gino Molin-Pradel: Vom Eismacher zum Foto-Profi

Fotograf Gino Molin-Pradel mit Haus Rossau-Direktorin Christine Lapp vor seinen aktuell ausgestellten Werken
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  • hochgeladen von Ulrike Kozeschnik-Schlick

ALSERGRUND. Als Fotograf hat Gino Molin-Pradel alle Promis geknipst, die man sich vorstellen kann. Jetzt stellt der Pensionist seine besten Schnappschüsse im Haus Rossau in der Seegasse 11 aus. Schon im Vorjahr hat Molin-Pradel einige seiner Werke hier gezeigt, darunter die legendären Bilder von Karl Schranz nach seiner Rückkehr aus Sapporo 1968 am Ballhausplatz und die letzten Bilder von Alt-Bundeskanzler Kreisky.

Heuer begeistert er mit wunderschönen Schwarzweißfotos von Prinz Charles und Lady Diana aus dem Jahr 1986 oder einem Foto aus den 1970er-Jahren, das "Jedermann" Curd Jürgens mit Marlon Brandos Tochter Rebecca zeigt. Auch Bilder von Lilli Palmer, Fred Adlmüller, Jean-Paul Belmondo, Peter Sellers oder Hildegard Knef sind zu sehen. Die Ausstellung ist noch mehrere Wochen lang bei freiem Eintritt zu sehen.

Der Starfotograf entstammt der gleichnamigen Eismacher-Dynastie und war lange Jahre Chef-Fotograf der "Krone". Zur Fotografie kam er eher zufällig.
"Ich arbeitete wie meine ganze Familie im 1908 eröffneten Eissalon in der Alserbachstraße mit. Gleich daneben bin ich übrigens aufgewachsen", erzählt Gino Molin-Pradel. Ans Fotografieren dachte der damals 21-Jährige überhaupt nicht, als er im Oktober 1963 seinen Freund Ernst Trost nach Italien begleitete, um über das Staudammunglück in Longarone zu berichten. "Der ursprüngliche Fotograf hatte aus Versehen den Pass seiner Frau eingepackt und musste an der Staatsgrenze umdrehen."

Kurzerhand bekam Gino zum ersten Mal in seinem Leben eine Kamera in die Hand gedrückt und machte seine ersten Fotos. Es stellte sich heraus: Er war ein Naturtalent. Das war der Beginn einer unvergleichbaren Fotografenkarriere.
Bald begann er, für die "Krone" zu fotografieren, avancierte dort 1975 zum Chef-Fotografen. Mit "Adabei" Roman Schliesser war er 25 Jahre lang Tag und Nacht unterwegs und dokumentierte 25 Opernbälle. Ein anstrengender und vor allem nicht ehefreundlicher Beruf, wie Molin-Pradel sagt. 1993 ging er nach einem Schlaganfall in Pension, blieb der "Krone" und dem Fotografieren aber bis 2004 treu.

"Die Bilder meines Lebens"

Er hat sie alle vor seiner Linse gehabt: ob Curd Jürgens, Luciano Pavarotti, Bud Spencer, Arnold Schwarzenegger, Modeschöpfer Fred Adlmüller, Karl Schranz, Helmut Zink und Dagmar Koller, Prinz Charles und Lady Diana, Udo Proksch oder Alt-Bundeskanzler Bruno Kreisky, von dem er kurz vor dessen Tod die letzten Fotos in seiner Döblinger Villa machte. Seine Fotos sind Zeitdokumente – egal, ob in Kultur und Kunst, Politik oder Sport.

"Mein Geheimnis beim Fotografieren war immer gutes Benehmen und Respekt. So kommt man den Menschen näher", sagt Gino Molin-Pradel, der seit 2015 im Haus Rossau wohnt.

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