Althangrund
"Im schlimmsten Fall vergibt man am Althan Quartier eine Riesenchance"

6B47 zielt auf mehr Qualität für das Grätzel ab, die vor allem durch Arbeitsplätze und die Sockelzone entstehen soll.
  • 6B47 zielt auf mehr Qualität für das Grätzel ab, die vor allem durch Arbeitsplätze und die Sockelzone entstehen soll.
  • Foto: 6B47/ZOOMVP
  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

Althangrund: Investor 6B47 gerät langsam unter Druck. Was ein Bau in der aktuellen Widmung für das Grätzel bedeuten würde und was dabei verloren gehen könnte.

ALSERGRUND. Die Bürgerversammlung zum Althangrund steht vor der Tür, es werden mehr Diskussionen gefordert und währenddessen Verhandlungen über das Projekt geführt. Rund um den Althangrund wird es wohl nie still. Zumindest bei der Projektentwicklung, denn auf den Straßen tut sich eher wenig. Durch den Abzug der Bank Austria ist das Viertel ein wenig eingeschlafen.

Das soll sich durch das neue Althan Quartier ändern. Nach der Umsetzung des Projekts soll dort Platz für 2.000 Arbeitsplätze sein, mit denen eine entsprechende Kaufkraft einhergeht.

So zumindest der Plan, doch wenn man sich nicht bald einigen kann, wird das Projekt in einem weit geringeren Ausmaß realisiert. Denn für das Projekt in voller Größe braucht es eine neue Flächenwidmung. Sollte mit der aktuellen Widmung gebaut werden, hieße das, dass es keine Durchquerungen zwischen den Vierteln, keine Umgestaltung des Julius-Tandler-Platzes, keine Maßnahmen gegen Hitzeinseln und vieles mehr gäbe. "Das wäre eine vergebene Chance für das ganze Grätzel", betont Michaela Mischek-Lainer, Geschäftsführerin der 6B47 Althan Quartier.

Wo bleibt die Widmung?

Das Gebäude wäre niedriger und hätte eben die Vorzüge nicht, die sich auch der Bezirk wünscht. Bei 6B47 bekommt man mittlerweile auch Druck seitens der Investoren: "Hier geht es um ein Riesenprojekt und wir haben Verpflichtungen gegenüber unseren Aktionären", erklärt Mischek-Lainer. Deswegen versuche man, flexibel zu sein. Man plane so, dass man im Zuge des Baus von der reduzierten Version auf die geplante umsteigen könnte, sollte währenddessen die benötigte Flächenwidmung kommen. "Wir haben oft betont, dass wir einen Mehrwert für das Grätzel schaffen wollen", so die Geschäftsführerin.

Diese Qualität soll auch die neue Sockelzone bringen. Durch viele kleinteilige Geschäfte soll nicht nur die Wirtschaft im Althan Quartier, sondern auch im Umfeld angekurbelt werden. "Wir haben bereits mit einigen Wirtschaftstreibenden gesprochen, die schon auf die neuen Bewohner warten", sagt Mischek-Lainer. Das könnte dem Leerstand in der Althanstraße und der Nordbergstraße entgegen-#+wirken.

Auch Schwanzer gescheitert

Sollte das Projekt in reduzierter Form realisiert werden, würde sich die Geschichte ein wenig wiederholen. Architekt Karl Schwanzer hatte einst auch Freiflächen für die Anrainer geplant, was aber durch eine ungeschickte Verbauung scheiterte. Eigentlich hätte man auf der Platte, also im Erdgeschoß der ehemaligen Creditanstalt, Freiraum für alle schaffen wollen. Dadurch dass man nur durch einen einzigen Durchgang zu diesem Platz kam, wurde er aber vielmehr zum Innenhof der Bank statt zur öffentlichen Piazza. Ähnlich könnte es sich mit dem geplanten Hochpark verhalten, wenn man zu keiner Einigung kommt.

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