Klänge selbst gemacht

Ein wahrer Alleskönner:  Hans Tschiritsch ist Instrumentenbauer, Musiker und Künstler.
  • Ein wahrer Alleskönner: Hans Tschiritsch ist Instrumentenbauer, Musiker und Künstler.
  • hochgeladen von Vera Aichhorn

Schon von einem Ölfass-Bass, einer Tropfenorgel oder einem Zwitscheridoo gehört? Hans Tschiritsch, Musiker und Komponist, hat diese Instrumente erfunden, zusammengebastelt und spielt nun auf Konzerten damit.

Seine Werkstatt erinnert etwas an ­Geppettos Stube, denn sie ist voll von alten Blecheimern, Holzscheiten, Seilen und Stoffen aller Art. Der Alsergrunder Hans Tschiritsch fertigt dort neuartige Instrumente, mit denen er verschiedenste Klänge erzeugt.
Aus einer alten Nähmaschine hat er etwa ein Saiteninstrument gezaubert, das mit der fußbetriebenen Holzscheibe, die auf dem Seil reibt, einen Ton erzeugt.
Eine weitere Erfindung, die Tropfenorgel, funktioniert mit Kannen, die auf einer Leiter stehen. Sobald diese mit Wasser befüllt werden, fallen Tropfen in unterschiedlichem Takt in die darunter aufgestellten Kübel und erzeugen eine Geräuschkulisse.

Obertongesang
Der Stein des Anstoßes für seine ­kreativen Experimente gab ihm der Obertongesang. Dabei wird der Klang der Stimme aufgespaltet, sodass Obertöne herausgefiltert werden. Der Gesang wirke, als würde man zweistimmig singen, sagt Tschiritsch. „Der Obertongesang hat mir eine neue Perspektive auf die Musik eröffnet. Damit lernte ich neue Klangfarben kennen und ich habe entdeckt, wie sich ein Ton zusammensetzt“, erklärt der Künstler. Er versucht nun auch, mit seinen Kreationen die ­einzelnen Töne hörbar zu ­machen.

Raus auf die Bühne
Die Musik-Kunstwerke verstauben nicht in Tschiritschs Werkstatt. Ganz im Gegenteil, der Musiker ist immer wieder in Kombination mit anderen Musikern auf Konzerten zu sehen. Den nächsten Auftritt hat Tschiritsch beim Akkordeonfestival. In dessen Rahmen ist er mit Otto Lechner auf der Bühne zu sehen (mehr dazu s.iehe Infokasten) Tschiritsch hat aber auch Pläne, selber Konzerte zu organisieren. Er hat dafür die Otto-Wagner-Kapelle am Währinger Gürtel ins Auge gefasst.

Alleskönner
Hans Tschiritsch betreibt ­seine Instrumentenbaukunst mit einem großen Wissen über den Aufbau von Klang und Tönen. Klassisch erlernt hat er das Metier aber nicht. In seinen jungen Jahren war er als Straßenmusikant unterwegs, ab den 1980ern wurde er in Wien sesshaft, begann zu komponieren, Puppen und Instrumente zu bauen. „Mir macht es einfach Spaß, eine Idee umzusetzen“, sagt der Bastler, der neben den vielseitigen Instrumenten auch Puppen bastelt.

Autor:

Vera Aichhorn aus Alsergrund

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