Hörlgasse
Leerer Botschafter-Parkplatz sorgt für Aufregung

In der Hörlgasse sorgt ein leerer Botschafter-Parkplatz bei Anrainer Philipp Pertl für Aufregung.

ALSERGRUND. Die Parkplatzsuche kann vor allem innerhalb des Gürtels schnell frustrierend werden. Vor allem wenn man beim Suchen ständig an einem leeren Parkplatz vorbeifährt, man dort aber sein Auto nicht legal abstellen darf. Genau so geht es dem Alsergrunder Philipp Pertl, den ein Parkplatz für Botschafter vor den Kopf stößt.

An der Ecke Hörlgasse/Währinger Straße wurde knapp vor Ende des Jahres 2019 ein Parkplatz für die türkische Botschaft reserviert. Diese ist aber nicht unbedingt um die Ecke, befindet sich die Botschaft doch in der Prinz-Eugen-Straße auf der Wieden. "Mir ist nicht wichtig, für welche Botschaft ein Parkplatz reserviert ist", betont Pertl, "es ist nur frustrierend, wenn man als Anrainer seine Runden dreht und immer wieder an einem leeren Parkplatz vorbeifährt, der offensichtlich nicht oft gebraucht wird."

Keine Rückmeldung vom Ministerium

Pertl wohnt selbst in der Hörlgasse, geht so gut wie täglich an dem Stellplatz vorbei und dokumentiert mit Fotos, wie oft der Parkplatz tatsächlich leer ist. "Hin und wieder steht ein Auto mit Botschafter-Kennzeichen auf dem Parkplatz. Sonst steht er teilweise wochenlang leer", berichtet der Anrainer. Das sei aber nicht der einzige Parkplatz, der für Botschafter reserviert sei, aber regelmäßig leer stehe.

"Nach einigen Anrufen beim Ministerium für Europa, Integration und Äußeres (das Ministerium bewilligt diese Parkplätze, Anm.) stellte sich heraus, dass es mehrere Beschwerden über solche Parkplätze gibt", so Pertl. Hinsichtlich der Anfrage, wo sich diese Parkplätze befänden und wie viele es in Wien überhaupt gebe, wartet Pertl bis heute allerdings auf eine Antwort. So viel sei aber gesagt: Alleine die US-amerikanische Botschaft bewirtschaftet 24 Residenzen in Wien.

Austausch auf Facebook

Jetzt will Pertl mit einer eigenen Facebook-Gruppe selbst Erfahrungsberichte sammeln und aufzeigen, wie viele dieser "Phantom-Parkplätze" es in Wien gibt. "Es kann nicht sein, dass es diese Sonderregelungen gibt, wenn sich die Botschaft nicht in der Nähe befindet und Anrainer im Kreis fahren müssen." Gerade in der Innenstadt sei es mit Parkplätzen ohnehin schon schwierig. "Man hat es erst jetzt wieder während der Christkindlmärkte gemerkt, als auch viele aus den äußeren Bezirken mit dem Auto in die Stadt gefahren sind", sagt Pertl. Da steige der Druck vor allem für die Anrainer, die – unter Umständen – immer wieder an diesen verwaisten Parkplätzen vorbeifahren müssten.

Eine Erklärung für den Parkplatz in der Hörlgasse wäre das Yunus-Emre-Institut direkt um die Ecke. Für eine Stellungnahme dazu, warum und wie oft man den Parkplatz brauche, war die türkische Botschaft bis Redaktionsschluss leider nicht erreichbar. Pertls Seite findet man auf Facebook unter "Leerer Parkplatz ohne Sinn".

Autor:

Maximilian Spitzauer aus Hietzing

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