Studierende restaurieren die Objekte
Museum in der Votivkirche wird wiedereröffnet

Die spätgotischen Schnitzereien am Antwerpener Altar wurden von der Studentin bereits gereinigt.
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  • Die spätgotischen Schnitzereien am Antwerpener Altar wurden von der Studentin bereits gereinigt.
  • Foto: Ines Schlömicher
  • hochgeladen von Christine Bazalka

Der bekannte Antwerpener Altar und andere Objekte aus der Votivkirche werden gerade von Studierenden restauriert und gereinigt. Ab dem Sommer sollen sie dann wieder im Museum zu sehen sein.

WIEN. "Eine wunderschöne Erfahrung", nennt die Studentin der Restaurierung an der Universität für angewandte Kunst, Ines Schlömicher, ihre Arbeit am Antwerpener Altar in der Votivkirche. Der Altar ist aus dem 15. Jahrhundert und damit um einiges älter als die Kirche selbst. Das Werk mit den spätgotischen Schnitzereien ist ein besonders gut erhaltenes Beispiel der zur damaligen Zeit für den Export hergestellten Altarmeisterwerke aus Antwerpen.

Für ihre Diplomarbeit am Institut für Konservierung und Restaurierung, das von Gabriela Krist geleitet wird, hat Ines Schlömicher nun die Aufgabe, den Erhaltungsstand des Altars mitsamt der Änderungen aus dem 19. Jahrhunderts genau zu erfassen und zu dokumentieren und dann zu bestimmen, welche Restaurationsschritte noch durchgeführt werden müssen. Sie hat den Altar bereits trocken gereinigt und die Restaurationsgeschichte zusammengefasst. In den 60ern wurde der Altar zuletzt restauriert, er ist also nicht beschädigt – in Schlömichers Arbeit geht es viel mehr darum, ihn für die Nachwelt bestmöglich zu erhalten.

Museum erzählt Geschichte der Kirche

An so einem Objekt zu arbeiten, ist für die Studentin "ein absolutes Privileg", aber auch die anderen Ausstellungsstücke des derzeit geschlossenen Votivkirchenmuseums erzählen interessante Geschichten und werden derzeit restauriert. "Wir haben hier eines der wenigen Museen, die die Geschichte des Gebäudes, in dem sie sich befinden, erzählen", sagt der Pfarrer der Votivkirche Joe Farrugia. Das Museum befindet sich im 170 Quadratmeter großen ehemaligen Kaiseroratorium der Kirche "eine Rumpelkammer, als ich vor 18 Jahren übernommen habe", wie Farrugia sagt. Zu den Ausstellungsstücken zählen liturgische Geräte, Entwurfszeichnungen für die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Glasmalerei oder ein Kirchenmodell von Architekt Heinrich von Ferstel. Auch die Entstehungsgeschichte der Kirche wird nacherzählt, die ja zum Dank errichtet wurde, als Kaiser Franz Joseph 1853 einen Attentatsversuch überlebte. 

Der Museumsraum wurde bereits renoviert, nun sind die Objekte dran. Damit sie wieder erstrahlen, wenn das Museum neu eröffnet, werden von den Expertinnen und Experten der Angewandten Konservierungs- und Pflegemaßnahmen durchgeführt. Bevor es soweit ist, muss aber noch einiges investiert werden. "Wir brauchen Millionen", sagt Pfarrer Joe Farrugia, denn durch die Schließung des Museums und natürlich auch die Coronakrise sind auch Eintrittsgelder als Einnahmen weggefallen. Er bittet um Spenden, damit das Museum bald wieder eröffnet werden kann: Votivkirche zum Göttlichen Heiland, Bank Austria: IBAN: AT67 1100 0032 2014 1000, Stichwort: Museum

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