Neue Hoffnung für leere Schaufenster

Brautmodedesignerin Julia Lara König hat zusammen mit Momo Kreutz das Projekt gestartet.
  • Brautmodedesignerin Julia Lara König hat zusammen mit Momo Kreutz das Projekt gestartet.
  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

ALSERGUND. Seit etwa drei Jahren steht die Eisenwarenhandlung in der Alserbachstraße 4 leer. Der Inhaber ist in Pension gegangen das Geschäftslokal wurde ausgeräumt. Einen Nachmieter hat man allerdings nicht gefunden, und so sind das Innere des Geschäfts und die Auslagen zunehmend verfallen.  Der Alsergrunder Schneiderin Julia Lara König war das ungenutzte Geschäft ein Dorn im Auge. "Ich fand es schade, dass hier nichts passiert ist. Deshalb habe ich nachgefragt, ob man da nicht etwas machen könnte", sagt König.

Einen Anruf bei der stellvertretenden Bezirksvorsteherin Momo Kreutz (Grüne) später kam der Stein ins Rollen und erste Gespräche mit dem Eigentümer wurden in die Wege geleitet. Dieser will Mitte 2019 mit dem Umbau des Gebäudes starten. Wohnungen sollen saniert werden und ebenso das Lokal. Die Einrichtung eines Pop-up-Stores – eine beliebte Möglichkeit der Zwischennutzung – war im Geschäft nicht möglich, da dort bereits Baustelle herrscht. Als Alternative haben sich Momo Kreutz und Julia Lara König zusammengeschlossen und die Schaufenster in Angriff genommen.

Neues Leben im Geschäft

"Man hat gemerkt, wie diese leeren, schmutzigen Auslagen das Grätzel beeinflusst haben", sagt Kreutz, "da hat es einige Beschwerden gegeben." Also hat man sich Unternehmer und Künstler aus dem Bezirk gesucht, die ein externes Schaufenster bespielen wollen. "Es sollte etwas Spannendes sein. Für eine Plakatwand wäre das zu schade", so Kreutz. Kreative, wie zum Beispiel König selbst mit ihrer Brautmode, können die Schaufenster mit ihren Werken gestalten. So findet man in der Auslage jetzt Arbeiten von Malern, Handwerkern und Modeschöpfern. Auch der Bezirk ist mit dem Bezirksmuseum vertreten. "Wir haben bis jetzt nur Gutes gehört und dass das die Leute im Grätzel toll finden", zeigt sich König begeistert.

Weitere Interessenten

Aktuell sind sieben Aussteller in den Schaufenstern vertreten. Offensichtlich hat sich das Projekt bereits herumgesprochen, denn weitere Interessenten haben sich schon gemeldet. Vier weitere Geschäftsleute aus dem Bezirk wollen sich in der Alserbachstraße präsentieren. "Ab Juli werden wir hier ein wenig umschlichten und Platz für die Neuen machen", sagt König.

Chance für den Bezirk

Wenn es nach Bezirksvize Momo Kreutz ginge, könnte man Projekte dieser Art bei weit mehr Schaufenstern in die Wege leiten. "Es gibt einige Lokale, die leer scheinen, aber in Wirklichkeit als Lager oder Ähnliches verwendet werden. Da könnte man auch Betriebe aus dem jeweiligen Grätzel fragen, ob sie nicht die Auslage gestalten wollen", meint Kreutz. Alle, die ihre Arbeiten in der Alserbachstraße präsentieren wollen, schreiben an kontakt@julia-lara.at. Wichtig: Die Gestaltung sollte über ein bloßes Plakat hinausgehen.

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